FIFA: Das Regel­werk der Ethik­kom­mis­si­on

Kor­rup­ti­on bei der FIFA – das geht gar nicht. So bestimmt es das Ethik­re­gle­ment der FIFA in Art. 21 ganz ein­deu­tig. Doch was genau besagt die­ses Ethik­re­gle­ment und für wen ist es maß­ge­bend?

FIFA: Das Regel­werk der Ethik­kom­mis­si­on

Nach Art. 1 gilt das Regl­werk für Ver­hal­ten, das dem Anse­hen und der Inte­gri­tät des Fuß­balls scha­det. Anzu­wen­den ist es bei allen Offi­zi­el­len, Spie­lern und Spie­ler­ver­mitt­ler und Spiel­ver­mitt­lern.
Nach Art. 2 muss die betref­fen­de Per­son zum Zeit­punkt des Han­delns dem Thik­re­gle­ment unter­stellt sein. Die Zustän­dig­keit liegt auch dann wei­ter­hin bei der Ethik­kom­mis­si­on, wenn die betref­fen­de Per­son zwi­schen­zeit­lich kein Amt mehr inne­hat (Art. 56, Abs 1).

Nach Arti­kel 13 sind alle dem FER unter­stell­ten Per­so­nen dazu ver­pflich­tet, alle gel­ten­den Geset­ze und Bestim­mun­gen und das FIFA-Regel­werk ein­zu­hal­ten. Dar­über hin­aus ist es die­sen Per­so­nen ver­bo­ten, ihre Stel­lung für per­sön­li­che Vor­tei­le aus­zu­nut­zen.

Wei­te­re Pflich­ten sind gemäß

  • Art. 14: die Neu­tra­li­täts­pflicht;
  • Art. 15: Loya­li­tät;
  • Art. 16: Ver­trau­lich­keit;
  • Art. 18: die Anzei­ge­pflicht, die Mit­wi­kungs­pflicht und die Rechen­schafts­pflicht;
  • Art. 17: Ver­bot von Urkun­den­fäl­schung;
  • Art. 19: Offen­le­gung bzw. Ver­mei­dung von Inter­es­sen­kon­flik­ten;
  • Art. 20, Abs.1: Annah­me von sym­bo­li­schen bzw. gering­wer­ti­gen Geschen­ken ist nur unter bestimm­ten Vorraus­set­zun­gen erlaubt;
  • Art. 20, Abs.2: Abso­lu­tes Ver­bot von Geld­ge­schen­ken;
  • Art. 20, Abs.4: Unter­las­sung von Hand­lun­gen, die den Anschein erwe­cken, Geld­ge­schen­ke oder ande­re nicht erlaub­te Geschen­ke ange­nom­men zu haben;
  • Art. 21: Ver­bot von Bestechung , Kor­rup­ti­on;
  • Art. 21, Abs.3: Auch der Anschein von Bestechung und Kor­rup­ti­on darf nicht erweckt wer­den;
  • Art. 22: Ver­bot von Pro­vi­si­ons­zah­lun­gen in Ver­bin­dung mit einer Amts­aus­übung, wenn es nicht expli­zit gestat­tet wor­den ist;


Wird gegen die­se Pflich­ten und Ver­bo­te ver­sto­ßen, kann die Ethik­kom­mis­si­on Sank­tio­nen ver­hän­gen (Art. 5; Art. 27).

Nach Art. 38 + 41 haben die betref­fen­den Per­so­nen zur Klä­rung des Sach­ver­halts mit der Ethik­kom­mis­si­on zu koope­rie­ren.

Nach Art. 42 besteht für alle Per­so­nen, für die das Regel­werk maß­ge­bend ist, die Pflicht zur Zusam­men­ar­beit und haben u.a. Aus­kunft zu geben. Fehlt es an der erfor­der­li­chen Zusam­men­ar­beit, dür­fen Sank­tio­nen aus­ge­spro­chen wer­den.

Nach Art. 6 sind Ver­ge­hen durch Geld­stra­fe, Ver­weis, Ermah­nung oder auch durch das Ver­bot, jede in Ver­bin­dung mit Fuß­ball ste­hen­de Tätig­keit aus­zu­üben, zu sank­tio­nie­ren.