Haft­prü­fung – und ihr Prü­fungs­ge­gen­stand

Gegen­stand der Haft­prü­fung ist nur der nach § 122 Abs. 1 StPO vor­ge­leg­te Haft­be­fehl 1 und damit grund­sätz­lich auch aus­schließ­lich der dar­in gegen­über dem Ange­klag­ten erho­be­ne Vor­wurf 2.

Haft­prü­fung – und ihr Prü­fungs­ge­gen­stand

Die­se Beschrän­kung bezieht sich indes auf den geschil­der­ten Lebens­sach­ver­halt, aus dem sich die dem Beschul­dig­ten zur Last geleg­te Tat ergibt 3, nicht dage­gen auf des­sen recht­li­che Wür­di­gung.

Die­ser imn Haft­be­fehl geschil­der­te Lebens­sach­ver­halt ist im Haft­prü­fungs­ver­fah­ren unab­hän­gig von sei­ner Beur­tei­lung im Haft­be­fehl recht­lich zu wür­di­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Janu­ar 2017 – AK 67/​16

  1. vgl. KK-Schult­heis, StPO, 7. Aufl., § 121 Rn. 24[]
  2. BGH, Beschluss vom 28.07.2016 – AK 41/​16 9[]
  3. vgl. KK-Schult­heis aaO, § 121 Rn. 10 mwN[]