HP sperrt Dru­cker­pa­tro­nen – Nun steht eine Sam­mel­kla­ge im Raum

Der Her­stel­ler HP steht aktu­ell nicht nur in der Kri­tik, son­dern befin­det sich mit­ten in einem Rechts­streit. Hin­ter­grund ist die unter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung des Dru­cker­her­stel­lers, das Update der HP-Firm­ware so pro­gram­mie­ren zu las­sen, dass kom­pa­ti­ble Toner und Dru­cker­pa­tro­nen im Zuge des Updates gesperrt wer­den. Das beschert vor allem den Anwen­dern Pro­ble­me, die zwar ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Gerät haben, die Patro­nen dar­in aber schlicht­weg gesperrt werden.

HP sperrt Dru­cker­pa­tro­nen – Nun steht eine Sam­mel­kla­ge im Raum

Ein Blick in die Pra­xis: Der Dru­cker mel­det einen Materialfehler.

Beim End­ver­brau­cher zeig­te der Dru­cker die Mel­dung „Mate­ri­al­feh­ler“. Auch berich­ten HP-Nut­zer von Feh­ler­mel­dun­gen, wie etwa „Sup­ply memo­ry error“. Die Fol­ge: Die Ver­brau­cher tausch­ten die brauch­ba­ren (!) Patro­nen aus. Ent­schie­den sie sich für Ori­gi­nal­pa­tro­nen aus dem Hau­se HP, soll­te der Feh­ler nicht mehr auf­tau­chen. Kom­pa­ti­ble Toner und Dru­cker­pa­tro­nen, die meist güns­ti­ger im Preis sind, hat­ten hin­ge­gen wie­der die­sel­be Feh­ler­mel­dung zur Fol­ge. Nun ste­hen dem Her­stel­ler wegen eben die­ser Vor­ge­hens­wei­se Ver­fah­ren ins Haus.

Tipp: Exper­ten raten Ver­brau­cher grund­sätz­lich dazu, auto­ma­ti­sche Updates zu deak­ti­vie­ren. Das ist schnell und ein­fach in den Menü­ein­stel­lun­gen am Gerät mög­lich und ver­hin­dert, dass von jetzt auf gleich kom­pa­ti­ble Dru­cker­pa­tro­nen unbrauch­bar werden.

Der Sta­tus Quo zum Rechts­streit mit HP

Die Nega­tiv­schlag­zei­len zu den Machen­schaf­ten des Dru­cker­her­stel­lers gin­gen Ende 2020 um die Welt. Seit Ende des ers­ten Quar­tals gibt es nun ein Update – und das beinhal­tet auch den Hin­weis auf eine Sam­mel­kla­ge, die in den USA gegen HP ein­ge­reicht wur­de. Berich­ten zufol­ge ist das nicht die ers­te Sam­mel­kla­ge, die gegen HP ange­strebt wird, denn den Dru­cker­her­stel­ler ver­sucht nicht zum ers­ten Mal auf die­sem Weg den Absatz von Ori­gi­nal­pa­tro­nen zu steigern.

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Rein recht­lich betrach­tet heißt es in der Kla­ge, dass sich das HP-Update nicht wie ein Update ver­hal­te, das Ver­bes­se­run­gen am Sys­tem initi­iert, son­dern wie Mal­wa­re agiert. Das Update greift direkt bei den Codes, die so ver­än­dert wer­den, dass kom­pa­ti­ble Druck­pa­tro­nen kur­zer­hand unbrauch­bar gemacht wer­den. Der Vor­wurf an HP: Einen Hin­weis dar­auf, was das Update bewir­ken wird, gibt es vom Her­stel­ler nicht. Mit der Kla­ge wol­len die Ver­brau­cher eine Scha­dens­er­satz­for­de­rung durch­brin­gen und errei­chen, dass der­ar­ti­ge Ein­grif­fe künf­tig ver­bo­ten werden.

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