Immo­bi­li­en­ent­wick­lung: Chan­cen und Risi­ken einer ange­sag­ten Branche

Die Ent­wick­lung von Immo­bi­li­en ist eine Bran­che die sei­nes­glei­chen sucht. Auch wäh­rend der Coro­na-Kri­se 2020 sind die Prei­se für Immo­bi­li­en in Deutsch­land stark ange­stie­gen. Das bedeu­tet, dass Wohn­raum nach wie vor teu­rer wird. 

Immo­bi­li­en­ent­wick­lung: Chan­cen und Risi­ken einer ange­sag­ten Branche

Die Nach­fra­ge bestimmt den Preis heißt es im Volks­mund und die­se ist nach wie vor sehr groß. Wer Wohn­raum schafft, darf sich über attrak­ti­ve Ren­di­ten freu­en. Zur Immo­bi­li­en­ent­wick­lung zäh­len ver­schie­dens­te Ansät­ze. Vor allem die Ent­wick­lung von Bestands­im­mo­bi­li­en inklu­si­ve einer Ände­rung der Nut­zung ist für vie­le inter­es­sant. Still­ge­leg­te Indus­trie­flä­chen im Zen­trum von gro­ßen Städ­ten, Pro­duk­ti­ons­hal­len, die über eine gute Infra­struk­tur und Anbin­dung ver­fü­gen und z.B. alte öffent­li­che Gebäu­de stel­len Bei­spie­le für Ent­wick­lungs­pro­jek­te dar.

In Abspra­che mit Gemein­den und Städ­ten wer­den die Flä­chen und Gebäu­de ent­wi­ckelt und umge­wid­met. Wo einst Maschi­nen pro­du­zier­ten oder Leis­tun­gen der Stadt erbracht wor­den sind, kön­nen in Zukunft Men­schen woh­nen. Unter­neh­men habe sich dar­auf spe­zia­li­siert, Gebäu­de zu reno­vie­ren und sie dann zu ver­mie­ten oder zu ver­äu­ßern. Ande­re hin­ge­gen pla­nen kom­plett neue Gebäu­de­kon­zep­te – mit­un­ter inklu­si­ve einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie. Stei­gen­de Immo­bi­li­en­prei­se dürf­ten auch in den kom­men­den Jah­ren dem Markt domi­nie­ren, wes­halb die Bran­che der Immo­bi­li­en­ent­wick­lung nach wie vor jede Men­ge Rücken­wind erfährt.

Immo­bi­li­en­ent­wick­lung in der Haupt­stadt: Eis­werk Berlin

Das Pro­jekt Eis­werk ist ein moder­nes Quar­tier, dass in Ber­lin-Mit­te ent­wi­ckelt wur­de. Die Nut­zung des Berei­ches an der Köpe­ni­cker Stra­ße ist gut diver­si­fi­ziert. Wohn­raum, aber auch Büros und Gewer­be­flä­chen ste­hen zur Ver­fü­gung. Das Eis­werk war einst ein altes Kühl­haus, dass bereits vie­le Jah­re sich selbst über­las­sen wor­den ist. Das Unter­neh­men Trock­land ent­wi­ckel­te das kom­plet­te Are­al und beauf­trag­te dabei auch den Künst­ler Andre­as Wald­schütz. Die­ser soll­te eine Video Pro­duk­ti­on für das Eis­werk in Ber­lin rea­li­sie­ren. Ent­stan­den ist dar­aus eine klei­ne Serie mit 9 Vide­os. Der Künst­ler wur­de 1976 in Wien gebo­ren und steht für ein beson­ders hohes Maß an Krea­ti­vi­tät. Sei­ne Arbei­ten erin­nern direkt an die Zukunft – futu­ris­ti­sche Lebens­sti­le und For­men, wie sie sich Men­schen erträu­men. Im Jahr 2016 wur­de die Eis­fa­brik Ber­lin-Mit­te durch den Ent­wick­ler Trock­land erwor­ben. Andre­as Wald­schütz kennt die Geschich­te und hat es geschafft, Ver­gan­gen­heit und Moder­ne in sei­nen Vide­os zu vereinen.

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Vita­li­tät im Eis­werk Ber­lin: Was wird den Bewoh­nern geboten?

Das Eis­werk Ber­lin wird heu­te viel­sei­tig genutzt. Vor allem die krea­ti­ve Sze­ne der Lan­des­haupt­stadt Ber­lin nutzt die moder­nen Co-Working Spaces. Hin­zu kom­men zahl­rei­che Woh­nun­gen im Alt­bau sowie Neu­bau­stil, die genutzt wer­den. Im hin­te­ren Bereich des Grund­stü­ckes, der bis an die Spree her­an­führt wur­den Gewer­be­flä­chen geschaf­fen sowie ein Gebäu­de, in wel­chem Büros ange­sie­delt wer­den konn­ten. Im Jahr 2016 hat man mit den Arbei­ten bzw. Pla­nun­gen rund um das Eis­werk Ber­lin begon­nen. Im Jahr 2020 war die Fer­tig­stel­lung geplant – moder­nes Leben und Arbei­ten in unmit­tel­ba­rer Nähe der Spree sorgt für eine qua­li­ta­ti­ve Auf­wer­tung des Stand­or­tes. Ins­ge­samt sind es heu­te 55 Woh­nun­gen, die gemie­tet wer­den kön­nen. Dabei ent­spre­chend 25 Woh­nun­gen einer klas­si­schen Alt­bau­woh­nung und 30 Woh­nun­gen dem Stil einer Neu­bau­woh­nung. Bei Inter­es­se besteht die Mög­lich­keit direkt über das Inter­net über eine eige­ne Home­page mit der Trock­land GmbH in Kon­takt zu treten.

Pro­jek­te wie die­se sind gera­de in der Lan­des­haupt­stadt Ber­lin gefragt. Alte Indus­trie­flä­chen wan­deln sich gera­de im Zen­trum der Stadt in moder­nen Wohn­raum, der defi­ni­tiv gefragt ist und von Bewohner/​innen aller Art (z.B. Pri­vat­per­so­nen oder Unter­neh­men) gefor­dert wird.

Wel­che Risi­ken bestehen bei der Immobilienentwicklung?

Die Ent­wick­lung von Immo­bi­li­en ist meist ein auf­wän­di­ger und sehr büro­kra­ti­scher Pro­zess. Das bedeu­tet, dass zahl­rei­che recht­li­che und behörd­li­che Hür­den genom­men wer­den müs­sen, bevor eine brach lie­gen­de Flä­che oder ein altes Gebäu­de saniert und revi­ta­li­siert wer­den dür­fen. Die Bau­äm­ter der Städ­te haben in der Regel mit­zu­spre­chen, wenn Wohn­raum oder Büro­raum geschaf­fen wird. Hier gilt es, nach­hal­ti­ge Kon­zep­te zu erstel­len, die den moder­nen Ansprü­chen an Woh­nen, Leben und Arbei­ten gerecht wer­den. Hin­zu kom­men meist die Wün­sche, dass alte Gebäu­de erhal­ten wer­den, oder alte Gebäu­de­struk­tu­ren sinn­voll in die neue Nut­zungs­form des Gebäu­des inte­griert werden.

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Umwelt­aspek­te wie z.B. die Bereit­stel­lung von Grün­flä­chen sowie moder­ne Däm­mun­gen und Gebäu­de­iso­lie­run­gen müs­sen eben­falls berück­sich­tigt wer­den. Gleich­zei­tig wer­den bei der Ent­wick­lung von Gebäu­den häu­fig Anfor­de­run­gen an die Nut­zung von Solar­ener­gie (z.B. für die Strom­erzeu­gung oder für die Warm­was­ser­auf­be­rei­tung) gestellt. Zu berück­sich­ti­gen ist, dass ein stim­mi­ges Gesamt­kon­zept erstellt und prä­sen­tiert wer­den muss. Mit­un­ter kann es meh­re­re Jah­re dau­ern, bis kom­plet­te Kon­zep­te erstellt und abge­seg­net wor­den sind. Das bedeu­tet, dass die Ent­wick­lung von Immo­bi­li­en ein sehr zeit­auf­wän­di­ges Unter­fan­gen wer­den kann.