Inter­net-Sper­ren

Nach­dem bei der „frei­wil­li­gen“ Sper­re nicht alle Tele­fon­netz­be­trei­ber mit­ge­macht haben, hat die Bun­des­re­gie­rung hat heu­te unge­ach­tet aller – berech­tig­ter – Kri­tik den Ent­wurf für ein Gesetz zur Bekämp­fung der Kin­der­por­no­gra­phie in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen beschlos­sen. Die neu­en Rege­lun­gen ent­hal­ten Ände­rungs­vor­schlä­ge zum Tele­me­di­en­ge­setz (TMG) und zum Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz (TKG), mit denen tech­ni­sche Zugangs­sper­ren zu bestimm­ten Inter­net­an­ge­bo­ten ange­ord­net wer­den kön­nen. Der­zeit sol­len die­se Sper­ren noch auf Sei­ten mit kin­der­por­no­gra­phi­schen Inhal­ten beschränkt wer­den.

Inter­net-Sper­ren

Wesent­li­che Inhal­te des geplan­ten Geset­zes sind:

  • Auf der Basis von Sperr­lis­ten des Bun­des­kri­mi­nal­amts wer­den alle pri­va­ten Inter­net­zu­gangs­an­bie­ter (bis auf eini­ge ganz klei­ne Anbie­ter) ver­pflich­tet, den Zugang zu kin­der­por­no­gra­phi­schen Inhal­ten im Inter­net durch geeig­ne­te tech­ni­sche Maß­nah­men zu erschwe­ren;
  • gleich­zei­tig wird gegen­über den betrof­fe­nen Nut­zern über eine „Stopp­mel­dung“ klar­ge­stellt, war­um der Zugang zu einem kin­der­por­no­gra­phi­schen Ange­bot erschwert wird;
  • die Zugangs­an­bie­ter haf­ten, wenn und soweit sie die Sperr­lis­te des Bun­des­kri­mi­nal­amts nicht ord­nungs­ge­mäß umset­zen;
  • die anfal­len­den Daten kön­nen für die Straf­ver­fol­gung genutzt wer­den.