Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge trotz Alt­tei­len

Ein unter Ver­wen­dung gebrauch­ter und neu­er Tei­le her­ge­stell­tes beweg­li­ches Wirt­schafts­gut ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs neu im Sin­ne des Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­rechts, wenn der Teil­wert der Alt­tei­le 10% des Teil­werts des her­ge­stell­ten neu­en Wirt­schafts­guts nicht über­steigt und die neu­en Tei­le dem Gesamt­bild das Geprä­ge geben. Wer­den Tei­le eines nicht mehr ein­setz­fä­hi­gen Wirt­schafts­guts (im vom BFH ent­schie­de­nen Streit­fall eine 25 Jah­re alte Stra­ßen­bahn) aus­ge­baut, auf­ge­ar­bei­tet und zusam­men mit neu­en Tei­len zu einem gleich­ar­ti­gen Wirt­schafts­gut zusam­men­ge­baut, sind die Kos­ten für Demon­ta­ge, Auf­ar­bei­tung und Zusam­men­bau nicht in den Teil­wert der Alt­tei­le ein­zu­be­zie­hen.

Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge trotz Alt­tei­len

Eine Prä­gung durch die neu­en Tei­le setzt vor­aus, dass im Unter­schied zur Gene­ral­über­ho­lung ein ande­res, bis­her nicht exis­ten­tes Wirt­schafts­gut her­ge­stellt wird. Das Ent­ste­hen eines anders- oder neu­ar­ti­gen Wirt­schafts­guts ist nicht erfor­der­lich.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Janu­ar 2007 – III R 60/​04