Jura Haus­ar­bei­ten – Des­halb sind sie so anspruchs­voll

Das Jura Stu­di­um for­dert sei­nen Absol­ven­ten eini­ges ab. Näch­te­lan­ges Büf­feln, Nach­mit­ta­ge in der Biblio­thek und das Aus­las­sen ange­sag­ter Par­tys sind nur eini­ge der Opfer, die Jura Stu­den­ten wäh­rend ihres lan­gen Stu­di­ums brin­gen müs­sen. Doch ech­te Schweiß­aus­brü­che bekom­men die ange­hen­den Juris­ten dann, wenn die ers­te Haus­ar­beit fäl­lig ist. Doch war­um fürch­ten sich so vie­le Stu­den­ten eigent­lich vor dem Ver­fas­sen einer Haus­ar­beit und wor­auf kommt es beim Jura Haus­ar­beit schrei­ben an?

Jura Haus­ar­bei­ten – Des­halb sind sie so anspruchs­voll

Was ist das Schwie­ri­ge beim Erstel­len einer Haus­ar­beit im Jura Stu­di­um?

Das Erstel­len einer Haus­ar­beit ver­langt den Stu­den­ten aus den unter­schied­lichs­ten Grün­den eini­ges ab. Zum einen ist der Recher­che­auf­wand für eine Haus­ar­beit in den Rechts­wis­sen­schaf­ten immens hoch. Gera­de Anfän­ger sehen sich mit einem Berg an poten­ti­el­len Quel­len kon­fron­tiert und schaf­fen es nur durch har­te Arbeit, das Wich­ti­ge von dem Unwich­ti­gen zu unter­schei­den. Zum ande­ren setzt die zeit­li­che Kom­po­nen­te vie­le Stu­die­ren­de zusätz­lich unter Druck. Fast nie­mand fängt unmit­tel­bar nach der Aus­ga­be der Haus­ar­bei­ten mit der Bear­bei­tung an und bereut dies unter Flü­chen und Trä­nen eini­ge Wochen spä­ter. Denn mög­li­cher­wei­se haben ande­re Stu­den­ten nicht so lan­ge damit gewar­tet, sich die pas­sen­den Zeit­schrif­ten und Kom­men­ta­re aus der Biblio­thek zu schnap­pen.

Auch in sprach­li­cher Hin­sicht erfor­dert das Ver­fas­sen der Jura Haus­ar­beit im soge­nann­ten Gut­ach­ten­stil eini­ges an Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Sprach­li­che Genau­ig­keit zeich­net die Aus­drucks­wei­se der Juris­ten aus. Syn­ony­me las­sen sich z.B. auf ein.anderes-wort.de sehr leicht fin­den. Pas­sen­de Syn­ony­me hel­fen dabei, sprach­li­che Wie­der­ho­lun­gen zu ver­mei­den.

Wor­auf kommt es beim Schrei­ben einer Jura Haus­ar­beit an?

1. Die Biblio­thek wird das zwei­te Zuhau­se

Um eine her­vor­ra­gen­de Jura Haus­ar­beit zu schrei­ben, soll­te man sich mit dem Gedan­ken anfreun­den, viel Zeit in der Biblio­thek der Uni­ver­si­tät zu ver­brin­gen. Denn nur so besteht die Chan­ce, auf wich­ti­ge Quel­len aus Kom­men­ta­ren oder Lehr­bü­chern zugrei­fen zu kön­nen. Um auf Num­mer sicher zu gehen, soll­te man die wich­ti­gen Pas­sa­gen und Sei­ten schnell kopie­ren, um auch zu einem spä­te­ren Zeit­punkt stets Zugriff auf die­se Quel­len zu haben. Denn der Kon­kur­renz­kampf unter den Jura Stu­den­ten kann sehr hart sein. Bücher ver­schwin­den wie von Geis­ter­hand oder wer­den in einer völ­lig ande­ren Abtei­lung der Biblio­thek wie­der abge­stellt.

2. Fund­stel­len exakt ver­mer­ken

In Sachen Fuß­no­ten sind die Kor­rek­to­ren sehr streng. Jede Fund­stel­le, mit der man arbei­tet soll­te genau ver­merkt wer­den. Denn im schlimms­ten Fall wer­den fal­sche Fuß­no­ten von den Prü­fern sogar als Täu­schungs­ver­such gewer­tet. Dabei soll­te beach­tet wer­den, dass die Rand­num­mern in den Fuß­no­ten immer mit den Rand­num­mern der neu­es­ten Auf­la­gen der ver­wen­de­ten Lite­ra­tur über­ein­stim­men muss.

3. Kein Geschwa­fel, son­dern kor­rek­ter Gut­ach­ten­stil

Der juris­ti­sche Schreib­stil ist schnör­kel­los und lässt kei­nen Raum für Stan­dard Phra­sen aus Lehr­bü­chern oder Erklä­run­gen zum Auf­bau der Haus­ar­beit. Unstrit­ti­ge Din­ge wer­den kurz abge­han­delt, wäh­rend die Knack­punk­te der Haus­ar­beit detail­liert abge­ar­bei­tet wer­den sol­len. Die Argu­men­ta­ti­on als sol­che ist in der Regel wich­ti­ger als das end­gül­ti­ge Ergeb­nis, zu dem der Stu­dent anhand sei­ner Argu­men­ta­ti­ons­ket­te gelangt. Kein Risi­ko geht man mit sei­nem Ergeb­nis dann ein, wenn man sich in sei­ner Haus­ar­beit der herr­schen­den Mei­nung in der Lite­ra­tur oder alter­na­tiv der Mei­nung der Recht­spre­chung anschließt.

4. Die rich­ti­ge Zeit­ein­tei­lung ist das A und O

Die Haus­ar­beit soll­te nicht zu lan­ge vor sich her­ge­scho­ben wer­den, da die lan­ge Bear­bei­tungs­dau­er pri­mär dem Zweck dient, gründ­lich zum The­ma der Haus­ar­beit recher­chie­ren zu kön­nen. Daher soll­te man sich auch aus­rei­chend Zeit neh­men, um die Biblio­thek und das Inter­net nach ähn­li­chen Urtei­len und Rechts­pro­ble­men, wie sie die Haus­ar­beit ent­hält, zu durch­su­chen. Mit dem Ver­fas­sen der Haus­ar­beit soll­te dann unmit­tel­bar nach oder noch wäh­rend der Recher­che­zeit begon­nen wer­den. Für vie­le Stu­den­ten ist dabei das Anfer­ti­gen einer Lösungs­skiz­ze sehr hilf­reich.

5. Die For­ma­li­tä­ten beach­ten

Vor­ga­ben zu Schrift­grö­ße, Schrift­art oder Zei­len­ab­stand soll­ten von den Stu­den­ten auf jeden Fall ein­ge­hal­ten wer­den. Denn man ver­schenkt nur unnö­tig Punk­te, wenn man sich an die­se Vor­ga­ben nicht hält. Auch ein Deck­blatt muss bei den meis­ten Haus­ar­bei­ten ange­fer­tigt wer­den. Zudem soll­te das Lite­ra­tur­ver­zeich­nis auf kei­nen Fall ver­ges­sen wer­den.