Karls­ru­he – und die der AfD-Stif­tung nicht gewähr­ten staat­li­chen Zuschüs­se

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat einen Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung der Par­tei Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) ver­wor­fen, mit dem die­se das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Hei­mat zu Zah­lun­gen an ihre Par­tei­stif­tung, die „Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung e.V.“ zur Unter­stüt­zung ihrer gesell­schafts­po­li­ti­schen und demo­kra­ti­schen Bil­dungs­ar­beit ver­pflich­ten woll­te.

Karls­ru­he – und die der AfD-Stif­tung nicht gewähr­ten staat­li­chen Zuschüs­se

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat den Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung als unzu­läs­sig bewwer­tet, weil er auf Rechts­fol­gen gerich­tet sei, die im Organ­streit­ver­fah­ren grund­sätz­lich nicht bewirkt wer­den kön­nen.

Die über­dies von der AfD gegen drei Rich­ter des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit gestell­ten Ableh­nungs­ge­su­che, die die­se damit begrün­det hat­te, dass die­se drei Ver­fas­sungs­rich­ter bereits in einem von der Stif­tung zuvor erfolg­los ange­streng­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren [1] mit­ge­wirkt hät­ten, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eben­falls als unzu­läs­sig ver­wor­fen und gleich­zei­tig ent­schie­den, dass die Mit­wir­kung die­ser Rich­ter in dem frü­he­ren Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren kei­nen gesetz­li­chen Aus­schlie­ßungs­grund erfüllt.

Der Aus­gangs­sach­ver­halt

Die AfD wen­det sich mit ihren Anträ­gen in der Haupt­sa­che gegen die bis­lang feh­len­de Betei­li­gung der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung e.V. an der staat­li­chen För­de­rung poli­ti­scher Stif­tun­gen. Mit ihrem Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung begehrt sie, das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Hei­mat zu Zah­lun­gen in Höhe von 480.000 € für das Haus­halts­jahr 2018 und von 900.000 € für das Haus­halts­jahr 2019 an die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung zu ver­pflich­ten. Über­dies lehnt die AfD die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf, den Rich­ter Mai­dow­ski sowie den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le wegen der Besorg­nis der Befan­gen­heit ab bezie­hungs­wei­se macht gel­tend, es lie­ge der Aus­schlie­ßungs­grund des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG vor. 

Die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung, die seit dem Jahr 2016 im Bereich gesell­schafts­po­li­ti­scher und demo­kra­ti­scher Bil­dungs­ar­beit tätig ist, wur­de am 13.04.2018 durch Beschluss des Bun­des­vor­stands der AfD, bestä­tigt durch deren Bun­des­par­tei­tag am 30.06.2018, als ihr nahe­ste­hen­de poli­ti­sche Stif­tung aner­kannt. Den in der Fol­ge an das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um sowie den Haus­halts­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges gerich­te­ten Anträ­gen der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auf Gewäh­rung von Glo­bal­zu­schüs­sen in Höhe von 480.000 Euro für das Haus­halts­jahr 2018 und 900.000 Euro für das Haus­halts­jahr 2019 wur­de nicht ent­spro­chen. Auch die Bit­te der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung an die Vor­sit­zen­den der sechs staat­lich geför­der­ten par­tei­na­hen Stif­tun­gen, künf­tig an deren soge­nann­ten „Stif­tungs­ge­sprä­chen“ betei­ligt zu wer­den, blieb ohne Erfolg. 

Mit Bescheid vom 07.12.2018 lehn­te das Bun­des­ver­wal­tungs­amt den Antrag der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auf Gewäh­rung von Glo­bal­zu­schüs­sen für das Haus­halts­jahr 2018 in Höhe von 480.000 € ab. Den hier­ge­gen erho­be­nen Wider­spruch wies es mit Bescheid vom 26.03.2019 als unbe­grün­det zurück. Mit wei­te­rem Bescheid vom 26.03.2019 lehn­te das Bun­des­ver­wal­tungs­amt den Antrag der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auf Gewäh­rung von Glo­bal­zu­schüs­sen in Höhe von 900.000 € für das Haus­halts­jahr 2019 ab. 

In den Sit­zun­gen des Haus­halts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges vom 10.10.2018; und vom 08.11.2018 wur­de der Antrag der AfD-Frak­ti­on, Glo­bal­zu­schüs­se in Höhe von 900.000 € für das Haus­halts­jahr 2019 zuguns­ten der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung in den Bun­des­haus­halt ein­zu­stel­len, eben­falls abge­lehnt. Zugleich wur­den die Glo­bal­mit­tel für die bereits geför­der­ten poli­ti­schen Stif­tun­gen auf eine Vor­la­ge des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen für das Haus­halts­jahr 2019 gegen­über dem ursprüng­li­chen Haus­halts­plan­ent­wurf um 16 Mil­lio­nen Euro ange­ho­ben. Das dem­entspre­chend durch den Deut­schen Bun­des­tag erlas­se­ne Gesetz über die Fest­stel­lung des Bun­des­haus­halts­plans für das Haus­halts­jahr 2019 vom 17.12.2018 (Haus­halts­ge­setz 2019) [2] trat am 1.01.2019 in Kraft.

Gegen die Beschei­de des Bun­des­ver­wal­tungs­am­tes, die bei­den Beschlüs­se des Haus­halts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, den Haus­halts­ent­wurf des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums, das Haus­halts­ge­setz 2019 sowie das behaup­te­te Unter­las­sen des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums, auch die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung zu Stif­tungs­ge­sprä­chen her­an­zu­zie­hen, erhob die­se mit Schrift­satz vom 25.03.2019 Ver­fas­sungs­be­schwer­de. Die des Zwei­ten Senats, die mit den von der AfD spä­ter abge­lehn­ten Rich­tern besetzt war, nahm die Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit Beschluss vom 20.05.2019 [3] nicht zur Ent­schei­dung an, da sie ins­ge­samt unzu­läs­sig sei. Hin­sicht­lich der Ableh­nung der Gewäh­rung eines Glo­bal­zu­schus­ses durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Hei­mat respek­ti­ve das Bun­des­ver­wal­tungs­amt habe die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung den nach § 40 Abs. 1 Satz 1 VwGO eröff­ne­ten Rechts­weg zu den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten nicht erschöpft [4]. Bezüg­lich des Haus­halts­ent­wurfs, der Beschlüs­se des Haus­halts­aus­schus­ses und des Haus­halts­ge­set­zes 2019 feh­le es man­gels unmit­tel­ba­rer Außen­wir­kung jener Beschwer­de­ge­gen­stän­de an der Beschwer­de­be­fug­nis der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung [5]. Soweit bemän­gelt wer­de, das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Hei­mat unter­las­se es fort­dau­ernd, dass die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung zu „Stif­tungs­ge­sprä­chen“ hin­zu­ge­zo­gen wer­de, feh­le es an einem hin­rei­chend bestimm­ten, kon­kre­ten Akt der öffent­li­chen Gewalt als taug­li­chem Beschwer­de­ge­gen­stand; zudem wäre die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auch inso­weit gehal­ten, den behaup­te­ten Grund­rechts­ver­stoß zunächst im Ver­wal­tungs­rechts­weg gel­tend zu machen [5].

Das anhän­gi­ge Organ­streit­ver­fah­ren

Die AfD hält ihre mit Schrift­satz vom 06.04.2019 in der Haupt­sa­che gestell­ten Anträ­ge für zuläs­sig und begrün­det. Der Gleich­heits­satz gebie­te, dass eine staat­li­che För­de­rung poli­ti­scher Stif­tun­gen alle dau­er­haf­ten, ins Gewicht fal­len­den poli­ti­schen Grund­strö­mun­gen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ange­mes­sen berück­sich­ti­ge. Wegen der poli­ti­schen Bedeu­tung, die die AfD erreicht habe, müs­se eine staat­li­che För­de­rung der Arbeit der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung als der ihr nahe­ste­hen­den poli­ti­schen Stif­tung erfol­gen. Das von Bun­des­tag, Bun­des­re­gie­rung, Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um und Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um zu ver­ant­wor­ten­de Unter­blei­ben jed­we­der För­de­rung sei ange­sichts der den übri­gen Stif­tun­gen zuge­wand­ten För­de­rungs­be­trä­ge will­kür­lich und ver­let­ze den Anspruch der AfD auf Chan­cen­gleich­heit. Zwar sei das Kri­te­ri­um der Dau­er­haf­tig­keit einer poli­ti­schen Strö­mung als Vor­aus­set­zung der För­de­rungs­wür­dig­keit einer Stif­tung grund­sätz­lich aner­kannt. Die Dau­er­haf­tig­keit der von der AfD reprä­sen­tier­ten poli­ti­schen Strö­mung sei indes trotz ihrer feh­len­den Ver­tre­tung im 18. Deut­schen Bun­des­tag zu beja­hen, wie etwa ihre Wahl­er­geb­nis­se über zwei Wahl­pe­ri­oden hin­weg im Ver­gleich zu ande­ren Par­tei­en beleg­ten. Der Zusam­men­hang zwi­schen der Höhe der staat­li­chen Stif­tungs­för­de­rung und den Wahl­er­geb­nis­sen der jeweils nahe­ste­hen­den Par­tei wer­de im Fall der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung in ver­fas­sungs­wid­ri­ger Wei­se miss­ach­tet.

Ihr Antrag, das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um im Wege der einst­wei­li­gen Anord­nung zu ver­pflich­ten, „der AfD“ zwecks Unter­stüt­zung ihrer gesell­schafts­po­li­ti­schen und demo­kra­ti­schen Bil­dungs­ar­beit für das Haus­halts­jahr 2018 480.000 Euro und für das Haus­halts­jahr 2019 900.000 Euro aus- bezie­hungs­wei­se nach­zu­zah­len, sei statt­haft. Vor­lie­gend sei aus­nahms­wei­se ein Zah­lungs­an­trag im Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes zuläs­sig, da der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung „unter Umstän­den“ Insol­venz und Liqui­da­ti­on droh­ten, wenn sie wei­ter­hin nicht staat­lich unter­stützt wer­de. Die spä­te­re Fest­stel­lung im Haupt­sa­che­ver­fah­ren, ihre För­de­rung sei aus Gleich­be­hand­lungs­grün­den spä­tes­tens seit dem Haus­halts­jahr 2019 in erheb­li­chem Umfan­ge gebo­ten gewe­sen, nüt­ze der AfD nichts mehr, wenn sie über kei­ne nahe­ste­hen­de Stif­tung mehr ver­fü­ge. Zudem sei der Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung begrün­det, da die Güter­ab­wä­gung zuguns­ten der AfD aus­ge­he. Erge­he die einst­wei­li­ge Anord­nung nicht, wer­de die Arbeit der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung, die noch erheb­lich aus­ge­baut wer­den müs­se, infra­ge gestellt. Erge­he die einst­wei­li­ge Anord­nung, blei­be aber spä­ter der Organ­kla­ge der Erfolg ver­sagt, sei kaum zu erken­nen, wor­in ange­sichts des poli­ti­schen Erfolgs der AfD mit­tel­fris­tig ein Nach­teil bestehen sol­le. Zu Unrecht aus­ge­schüt­te­te Mit­tel könn­ten mit zukünf­ti­gen Ansprü­chen der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auf staat­li­che För­de­rung in Höhe von 70 bis 80 Mil­lio­nen Euro jähr­lich ver­rech­net wer­den.

Mit Schrei­ben vom 20.06.2019 hat die AfD die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf, den Rich­ter Mai­dow­ski sowie den dama­li­gen Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit abge­lehnt. Die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung habe eine im Ver­gleich zur Organ­streit­kla­ge „gleich­sin­ni­ge“ und begrün­de­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de zur des Zwei­ten Senats erho­ben. Ange­sichts der Zurück­wei­sung die­ser zuläs­si­gen und begrün­de­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de habe die AfD legi­ti­men Anlass, an der Unvor­ein­ge­nom­men­heit und Ergeb­nis­of­fen­heit der abge­lehn­ten Rich­ter zu zwei­feln. An einer wei­te­ren Ent­schei­dung zu genau dem­sel­ben Sach­ver­halt könn­ten sie nicht mit­wir­ken, nach­dem ihre gegen­über der AfD nach­tei­li­ge Ein­stel­lung krass zuta­ge getre­ten sei. Im Organ­streit sei­en die­sel­ben, von der sei­ner­zeit zustän­di­gen Kam­mer vor­weg­ge­nom­me­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen hin­sicht­lich der Beschlüs­se des Haus­halts­aus­schus­ses und des Haus­halts­ge­set­zes sowie des Unter­las­sens des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums zu behan­deln. Eine Ansichts­än­de­rung der abge­lehn­ten Rich­ter wider­spre­che aller Wahr­schein­lich­keit; zudem wer­de die „offe­ne Rechts­fra­ge“ nach dem Schick­sal der Ver­fas­sungs­be­schwer­de auf­ge­wor­fen, wenn die Kam­mer­ent­schei­dung durch den Zwei­ten Senat „in der Sache wider­ru­fen“ wer­de. Bei Mit­wir­kung der abge­lehn­ten Rich­ter lie­ge es auf der Hand, dass die­se ver­such­ten, ihre Kol­le­gen davon abzu­hal­ten, ihre bereits gefäll­te Ent­schei­dung zur Ver­fas­sungs­be­schwer­de öffent­lich zu des­avou­ie­ren. Die abge­lehn­ten Rich­ter hät­ten wegen § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG selbst ihren Aus­schluss ver­an­las­sen müs­sen, da es sich evi­dent um die­sel­be Sache han­de­le.

Nach Auf­fas­sung des Deut­schen Bun­des­ta­ges sowie sei­nes Haus­halts­aus­schus­ses sind die Haupt­sa­che­an­trä­ge unzu­läs­sig. Hin­sicht­lich der ange­grif­fe­nen Beschei­de sowie des monier­ten Unter­las­sens einer Aus­zah­lung sei der Bun­des­mi­nis­ter ledig­lich als Ver­wal­tungs­or­gan tätig gewor­den. Bei den bean­stan­de­ten Beschluss­emp­feh­lun­gen des Haus­halts­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges sowie beim Haus­halts­plan­ent­wurf des Bun­des­fi­nanz­hofs han­de­le es sich nur um die Beschluss­fas­sung des Bun­des­tags­ple­nums vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men ohne Rechts­wir­kun­gen. Bezüg­lich des behaup­te­ten Unter­las­sens des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums feh­le es an einem hin­rei­chend bestimm­ten Antrags­ge­gen­stand. Zudem feh­le der AfD die Antrags­be­fug­nis, da allein pro­ze­du­ra­le Rech­te der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung auf Teil­ha­be an den Stif­tungs­ge­sprä­chen in Rede stün­den. Zum Erlass des Haus­halts­ge­set­zes sei weder vor­ge­tra­gen noch ersicht­lich, dass sich aus dem Grund­ge­setz ein nume­risch bezif­fer­ter Anspruch für ein Haus­halts­jahr erge­be. Zumin­dest sei­en die Anträ­ge unbe­grün­det. Die AfD wer­de nicht dadurch in ihrem Recht auf Chan­cen­gleich­heit aus Art. 21 GG ver­letzt, dass zuguns­ten der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung für die Haus­halts­jah­re 2018 und 2019 kei­ne Glo­bal­zu­schüs­se in den Bun­des­haus­halt ein­ge­stellt wor­den sei­en. Es exis­tie­re ein hin­rei­chen­der sach­li­cher Grund für die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen den ver­schie­de­nen Stif­tun­gen. Für die Dau­er­haf­tig­keit der ins Gewicht fal­len­den Grund­strö­mung bedür­fe es einer wie­der­hol­ten Ver­tre­tung der der poli­ti­schen Stif­tung nahe­ste­hen­den Par­tei im Deut­schen Bun­des­tag, wor­an es bei der AfD feh­le. Dane­ben sprä­chen wei­te­re kon­kre­te Beson­der­hei­ten der AfD dage­gen, die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung bereits jetzt als Reprä­sen­tan­tin einer dau­er­haf­ten, ins Gewicht fal­len­den poli­ti­schen Strö­mung anzu­se­hen.

Der Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung sei jeden­falls unzu­läs­sig, weil das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die begehr­te Rechts­fol­ge im Haupt­sa­che­ver­fah­ren nicht bewir­ken könn­te. Auch die Fol­gen­ab­wä­gung müs­se zum Nach­teil der AfD aus­ge­hen, da nicht das Gerings­te dafür vor­ge­tra­gen sei, dass ihr durch eine ver­spä­te­te Aus­zah­lung der Zuschüs­se erheb­li­che Nach­tei­le ent­stün­den.

Die Bun­des­re­gie­rung hält die Anträ­ge in der Haupt­sa­che eben­falls für unzu­läs­sig, zumin­dest für unbe­grün­det. Par­tei­en hät­ten kei­nen im Grund­ge­setz ange­leg­ten Anspruch dar­auf, dass die ihnen nahe­ste­hen­den Stif­tun­gen über­haupt geför­dert wür­den. Art. 21 GG in Ver­bin­dung mit Art. 3 GG schüt­ze die Par­tei­en vor Ungleich­be­hand­lun­gen nur inso­weit, als sich eine staat­li­che Maß­nah­me auf ihre Wett­be­werbs­stel­lung nie­der­schla­ge. Die­se Rechts­stel­lung wer­de nicht berührt, wenn der Haus­halts­ge­setz­ge­ber par­tei­na­he Stif­tun­gen för­de­re, deren Tätig­keit die Gebo­te der Unab­hän­gig­keit und der Distanz zu beach­ten habe. Jeden­falls lie­ge kei­ne Ungleich­be­hand­lung im Sin­ne von Art. 3 GG vor, wenn der Haus­halts­ge­setz­ge­ber im Rah­men sei­nes Ent­schei­dungs­spiel­raums als Vor­aus­set­zung für die Auf­nah­me der För­de­rung einer par­tei­na­hen Stif­tung die mehr­ma­li­ge Ver­tre­tung der ihr nahe­ste­hen­den Par­tei im Deut­schen Bun­des­tag ver­lan­ge. Außer­dem sei nicht ersicht­lich, dass es sich bei der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung um die ein­zi­ge Stif­tung han­de­le, die die von der AfD reprä­sen­tier­te poli­ti­sche Grund­strö­mung ver­tre­te.

Bereits davon aus­ge­hend sei der Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung abzu­leh­nen. Unge­ach­tet des­sen kom­me der Erlass einer sol­chen nicht in Betracht, da die Fol­gen­ab­wä­gung gegen die AfD aus­ge­he. Wür­de vor­läu­fig eine För­de­rung ange­ord­net, wür­de dies zu einer Vor­weg­nah­me der Haupt­sa­che füh­ren. Zudem ent­stün­den gewich­ti­ge Beein­träch­ti­gun­gen des Gemein­wohls. Es bestehe die Gefahr, dass die För­de­rung der noch nicht för­der­be­rech­tig­ten Stif­tung zu einer nicht mehr zu besei­ti­gen­den Ent­ste­hung oder Ver­fes­ti­gung einer noch nicht hin­rei­chend ste­ti­gen poli­ti­schen Grund­strö­mung füh­re. Dage­gen sei­en die Nach­tei­le eher gering, die ent­stün­den, wenn der Antrag abge­lehnt wer­de und sich spä­ter her­aus­stel­le, dass eine För­de­rung ver­fas­sungs­recht­lich gebo­ten sei.

In ihrer Replik hat die AfD bean­tragt, die im einst­wei­li­gen Rechts­schutz begehr­ten Mit­tel an die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung aus­zu­zah­len. Dem ste­he der Ein­wand der Begren­zung des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes auf im Haupt­sa­che­ver­fah­ren bewirk­ba­re Rechts­fol­gen nicht ent­ge­gen. Einen sol­chen Rechts­satz gebe es nicht.

In einem wei­te­ren Schrift­satz trägt die AfD vor, bei der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung han­de­le es sich sehr wohl um die ein­zi­ge ihr nahe­ste­hen­de und von ihr aner­kann­te poli­ti­sche Stif­tung. Des Wei­te­ren ver­tritt sie die Auf­fas­sung, die Ein­las­sung der Bun­des­or­ga­ne – Bun­des­tag, Haus­halts­aus­schuss, Bun­des­re­gie­rung, Bun­des­in­nen- und ‑finanz­mi­nis­te­ri­um – las­se deut­lich wer­den, wie abhän­gig deren Aus­füh­run­gen von der – ver­früh­ten und ver­fehl­ten – Ent­schei­dung des Zwei­ten Senats über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung sei­en. Zur Ver­mei­dung sol­cher Effek­te habe die AfD die Ver­bin­dung bei­der Ver­fah­ren ange­regt. Dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine sol­che nicht ein­mal erwo­gen habe, son­dern über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de vor­ab ent­schie­den habe, wir­ke schon wegen der die­sen Bun­des­or­ga­nen im Organ­streit­ver­fah­ren geleis­te­ten „Schüt­zen­hil­fe“ will­kür­lich und nicht nach­voll­zieh­bar. Ein „Mehr“ an Befan­gen­heit sei nicht vor­stell­bar.

Kein Aus­schluss von Rich­tern wegen Mit­wir­kung an frü­he­ren Ver­fah­ren

Die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf sowie der Rich­ter Mai­dow­ski sind und der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le war von der Aus­übung des Rich­ter­am­tes in die­ser Sache nicht kraft Geset­zes aus­ge­schlos­sen. Das gegen die genann­ten Rich­ter des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts gerich­te­te Ableh­nungs­ge­such ist unzu­läs­sig.

Die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf sowie der Rich­ter Mai­dow­ski sind nicht gemäß § 18 Abs. 1 BVerfGG von Geset­zes wegen von der Aus­übung ihres Rich­ter­am­tes aus­ge­schlos­sen. Das gilt auch für die Ent­schei­dung über ihre Mit­wir­kungs­be­fug­nis. Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le war bis zu sei­nem Aus­schei­den aus dem Amt im Juni 2020 von der Aus­übung des Rich­ter­am­tes in die­ser Sache nicht aus­ge­schlos­sen.

Nach § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ist ein Rich­ter des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts von der Aus­übung sei­nes Rich­ter­am­tes aus­ge­schlos­sen, wenn er in der­sel­ben Sache bereits von Amts oder Berufs wegen tätig gewe­sen ist. Die Aus­schluss­re­ge­lung des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ist als Aus­nah­me­tat­be­stand kon­stru­iert und des­halb eng aus­zu­le­gen [6]. Das Tat­be­stands­merk­mal „in der­sel­ben Sache“ in § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ist – in Über­ein­stim­mung mit den Aus­schluss­re­ge­lun­gen ande­rer fach­ge­richt­li­cher Ver­fah­rens­ord­nun­gen – stets in einem kon­kre­ten, strikt ver­fah­rens­be­zo­ge­nen Sin­ne aus­zu­le­gen [7].

Es genügt dabei nicht, dass der Rich­ter in sei­ner frü­he­ren amt­li­chen oder beruf­li­chen Eigen­schaft in einem mit dem anhän­gi­gen ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren in irgend­ei­nem Zusam­men­hang ste­hen­den Ver­fah­ren tätig gewor­den ist. Zu sei­nem Aus­schluss nach § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG kann regel­mä­ßig nur eine Tätig­keit in dem ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren selbst – dazu gehö­ren auch Tätig­kei­ten vor­be­rei­ten­der Art – oder in dem die­sem unmit­tel­bar vor­aus­ge­gan­ge­nen und ihm sach­lich zuge­ord­ne­ten Ver­fah­ren (Aus­gangs­ver­fah­ren) füh­ren [8].

Gemes­sen hier­an han­delt es sich bei dem von der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung ange­streng­ten Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren und bei dem sei­tens der AfD initi­ier­ten Organ­streit­ver­fah­ren nicht um „die­sel­be Sache“.

Die Nicht­an­nah­me der Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Stif­tung stellt weder eine Tätig­keit im streit­ge­gen­ständ­li­chen Organ­streit­ver­fah­ren noch in einem ihm unmit­tel­bar vor­aus­ge­gan­ge­nen und sach­lich zuge­ord­ne­ten Aus­gangs­ver­fah­ren dar.

Offen­blei­ben kann auch die nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts nicht abschlie­ßend beant­wor­te­te Fra­ge, ob in Aus­nah­me­fäl­len die Tätig­keit eines Rich­ters in einem ande­ren Ver­fah­ren als dem Aus­gangs­ver­fah­ren den Aus­schluss recht­fer­ti­gen kann, wenn sie sich unmit­tel­bar gegen einen Betei­lig­ten des Aus­gangs­ver­fah­rens rich­tet und zwi­schen bei­den Ver­fah­ren ein enger sach­li­cher Zusam­men­hang besteht [9]. Unbe­ant­wor­tet ist damit ledig­lich die Fra­ge­stel­lung, ob bei Per­so­nen­iden­ti­tät und engem Sach­zu­sam­men­hang vom Vor­lie­gen „der­sel­ben Sache“ im Sin­ne von § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG aus­zu­ge­hen ist. Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind vor­lie­gend nicht gege­ben, da im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung und im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren die AfD betei­ligt sind, mit­hin die AfD im Organ­streit und die Beschwer­de­füh­re­rin im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren nicht per­so­nen­iden­tisch sind.

Dem steht der Ver­weis der AfD auf die ver­meint­li­che Beson­der­heit eines „gleich­sin­ni­gen Dop­pel­ver­fah­rens“ nicht ent­ge­gen. Die Ent­schei­dung des Zwei­ten Senats über die Nicht­an­nah­me der Ver­fas­sungs­be­schwer­de betraf allein die Rechts­stel­lung der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung als Beschwer­de­füh­re­rin und nicht die­je­ni­ge der AfD des hie­si­gen Organ­streits. Zwar gibt es zwi­schen der Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung und dem vor­lie­gen­den Organ­streit­ver­fah­ren Über­schnei­dun­gen hin­sicht­lich des zugrun­de­lie­gen­den Sach­ver­halts. Einen Aus­schluss gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ver­mag dies allein jedoch nicht zu recht­fer­ti­gen, da die AfD hier eine Ver­let­zung ihrer organ­schaft­li­chen Rech­te und nicht einen Ein­griff in ihre oder die Grund­rech­te Drit­ter gel­tend macht. Inso­weit kön­nen bei­de Ver­fah­ren auch nicht als sach­lich gleich­ge­la­gert und ledig­lich durch die feh­len­de per­so­nel­le Iden­ti­tät der Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten von­ein­an­der unter­schie­den ange­se­hen wer­den.

Da die Vor­aus­set­zun­gen des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG offen­sicht­lich nicht erfüllt sind, sind die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf und der Rich­ter Mai­dow­ski auch nicht kraft Geset­zes von der Ent­schei­dung über ihre Mit­wir­kungs­be­fug­nis aus­ge­schlos­sen. Ein Rich­ter kann an der Ent­schei­dung über die Fra­ge sei­nes Mit­wir­kungs­aus­schlus­ses selbst mit­wir­ken, wenn die Sache, die angeb­lich den Aus­schluss bewir­ken soll, – wie hier – einen völ­lig eigen­stän­di­gen Ver­fah­rens­ge­gen­stand bil­det und daher von vorn­her­ein nicht geeig­net ist, einen Mit­wir­kungs­aus­schluss zu begrün­den [10].

Unzu­läs­si­ges Able­hungs­ge­such

Auch das Ableh­nungs­ge­such gegen die Rich­te­rin Kes­sal-Wulf, den Rich­ter Mai­dow­ski sowie den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le gemäß § 19 BVerfGG ist offen­sicht­lich unzu­läs­sig, so dass die­se nicht von der Ent­schei­dung hier­über aus­ge­schlos­sen sind bezie­hungs­wei­se waren.

Ein Ableh­nungs­ge­such, das kei­ne Begrün­dung oder ledig­lich Aus­füh­run­gen ent­hält, die zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net sind, ist unzu­läs­sig. Bei offen­sicht­li­cher Unzu­läs­sig­keit bedarf es kei­ner dienst­li­chen Stel­lung­nah­me der abge­lehn­ten Rich­ter; die­se sind auch von der Ent­schei­dung über das offen­sicht­lich unzu­läs­si­ge Ableh­nungs­ge­such nicht aus­ge­schlos­sen [11].

Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind hier erfüllt.

Es kann offen­blei­ben, ob sich mit Blick auf den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts Voß­kuh­le die offen­sicht­li­che Unzu­läs­sig­keit schon dar­aus ergibt, dass er nach sei­nem Aus­schei­den aus dem Amt am 22.06.2020 nicht (mehr) zur Mit­wir­kung in die­sem Ver­fah­ren beru­fen ist [12], oder ob sich ein fort­be­stehen­des Rechts­schutz­be­dürf­nis aus sei­ner Teil­nah­me an der Bera­tung vom 09.06.2020 her­lei­ten lässt. Denn der Ver­weis der AfD auf die Mit­wir­kung der abge­lehn­ten Rich­ter am Beschluss des Zwei­ten Senats des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Stif­tung nicht zur Ent­schei­dung anzu­neh­men, ist zur Begrün­dung einer Besorg­nis der Befan­gen­heit gänz­lich unge­eig­net.

Dabei ist von der gesetz­li­chen Wer­tung des hin­sicht­lich der rich­ter­li­chen Vor­be­fas­sung abschlie­ßen­den § 18 Abs. 1 BVerfGG aus­zu­ge­hen [13]. Ist ein Ver­fas­sungs­rich­ter, der in einem Par­al­lel­ver­fah­ren über recht­lich gleich gela­ger­te Streit­fra­gen ent­schie­den hat, nicht nach § 18 Abs. 1 BVerfGG von Geset­zes wegen aus­ge­schlos­sen, ver­mag allein eine Betei­li­gung an einem sol­chen Ver­fah­ren die Besorg­nis der Befan­gen­heit nach § 19 BVerfGG eben­falls nicht zu begrün­den [14]. Nicht aus­ge­schlos­sen gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ist ein Rich­ter, der sich bereits – in ande­ren Ver­fah­ren – zu einer ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­fra­ge in bestimm­ter Wei­se geäu­ßert hat. Selbst wenn er eine bestimm­te Rechts­auf­fas­sung stän­dig ver­tritt, ist er in einem Ver­fah­ren nicht aus­ge­schlos­sen, das gera­de auf die Ände­rung die­ser Rechts­auf­fas­sung abzielt [13]. Die blo­ße rich­ter­li­che Vor­be­fas­sung mit einer im anhän­gi­gen Ver­fah­ren ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­fra­ge ist daher nicht geeig­net, die Besorg­nis der Befan­gen­heit zu begrün­den. Viel­mehr ist davon aus­zu­ge­hen, dass auch in die­sen Fäl­len der Rich­ter an einer unbe­fan­ge­nen Ent­schei­dung der an ihn her­an­ge­tra­ge­nen Rechts­fra­gen nicht gehin­dert ist.

Vor­lie­gend macht die AfD nichts ande­res gel­tend als eine Betei­li­gung an einem ande­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Ver­fah­ren, das „gleich­sin­ni­ge“ Rechts­fra­gen auf­ge­wor­fen habe, sowie eine Vor­be­fas­sung mit im anhän­gi­gen Ver­fah­ren ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­fra­gen.

Sie stützt ihr Befan­gen­heits­ge­such dar­auf, die des Zwei­ten Senats habe mit ihren Aus­füh­run­gen zu den Beschlüs­sen des Haus­halts­aus­schus­ses und zum Haus­halts­ge­setz sowie zum Unter­las­sen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern, für Bau und Hei­mat wesent­li­che Rechts­fra­gen vor­weg­ge­nom­men. Selbst wenn es hier­bei um die Beant­wor­tung „der­sel­ben“ ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen gin­ge, reich­te dies zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit wegen der Wer­tung des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG nicht aus.

Über­dies han­delt es sich ange­sichts der unter­schied­li­chen Streit­ge­gen­stän­de von Ver­fas­sungs­be­schwer­de und Organ­streit schon nicht um die Beant­wor­tung „der­sel­ben“ ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen. Die Nicht­an­nah­me der Ver­fas­sungs­be­schwer­de wur­de vom Bun­des­ver­fass­uns­ge­richt hin­sicht­lich der ein­zel­nen Beschwer­de­ge­gen­stän­de auf die man­geln­de Rechts­weg­er­schöp­fung nach § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, die man­geln­de Beschwer­de­be­fug­nis der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung nach § 90 Abs. 1 BVerfGG sowie eine man­geln­de Kon­kre­ti­sie­rung des bean­stan­de­ten Akts der öffent­li­chen Gewalt nach § 90 Abs. 1 BVerfGG gestützt. Dabei geht es um Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen, die im Organ­streit in die­ser Form nicht zu erfül­len sind (vgl. § 64 Abs. 1 BVerfGG).

Wei­te­re Umstän­de, die zur Begrün­dung der Besorg­nis der Befan­gen­heit der mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung befass­ten Rich­ter geeig­net wären, sind weder sub­stan­ti­iert dar­ge­legt noch sonst ersicht­lich.

Der Behaup­tung, die „ver­früh­te“ Kam­mer­ent­schei­dung über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Stif­tung habe den hie­si­gen Antrags­geg­nern als „Schüt­zen­hil­fe“ für das Organ­streit­ver­fah­ren die­nen sol­len, steht bereits ent­ge­gen, dass die die Nicht­an­nah­me durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt tra­gen­den Zuläs­sig­keits­män­gel in Form feh­len­der Rechts­weg­er­schöp­fung und feh­len­der Beschwer­de­be­fug­nis im vor­lie­gen­den Organ­streit kei­ne Rol­le spie­len. Auch ansons­ten ist nicht ersicht­lich, wel­che Bes­ser­stel­lung der Antrags­geg­ner im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren durch die Ent­schei­dung über die Unzu­läs­sig­keit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung ein­ge­tre­ten sein soll.

Ein beson­de­rer Umstand ergibt sich auch nicht aus dem Ver­weis der AfD auf ihre Anre­gung zur Ver­fah­rens­ver­bin­dung im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren. Im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren der Stif­tung ist eine sol­che Anre­gung nicht erfolgt, so dass sich die Besorg­nis der Befan­gen­heit nicht aus deren Nicht­be­fol­gung erge­ben kann.

Unzu­läs­si­ger Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anordung

Der Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung ist unzu­läs­sig.

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Streit­fall einen Zustand durch einst­wei­li­ge Anord­nung vor­läu­fig regeln, wenn dies zur Abwehr schwe­rer Nach­tei­le, zur Ver­hin­de­rung dro­hen­der Gewalt oder aus einem ande­ren wich­ti­gen Grund zum gemei­nen Wohl drin­gend gebo­ten ist. Bei der Prü­fung, ob die Vor­aus­set­zun­gen des § 32 Abs. 1 BVerfGG gege­ben sind, ist wegen der weit­tra­gen­den Fol­gen einer einst­wei­li­gen Anord­nung regel­mä­ßig ein stren­ger Maß­stab anzu­le­gen [15]. Bei der Ent­schei­dung über den Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung haben die Grün­de, die für die Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der ange­grif­fe­nen Maß­nah­men vor­ge­tra­gen wer­den, grund­sätz­lich außer Betracht zu blei­ben, es sei denn, die in der Haupt­sa­che begehr­te Fest­stel­lung oder der in der Haupt­sa­che gestell­te Antrag erwie­se sich als von vorn­her­ein unzu­läs­sig oder offen­sicht­lich unbe­grün­det [16]. Bei offe­nem Aus­gang des Haupt­sa­che­ver­fah­rens muss das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Fol­gen abwä­gen, die ein­tre­ten wür­den, wenn einer­seits eine einst­wei­li­ge Anord­nung nicht ergin­ge, der Antrag in der Haupt­sa­che aber Erfolg hät­te, und ande­rer­seits die begehr­te einst­wei­li­ge Anord­nung erlas­sen wür­de, dem Antrag in der Haupt­sa­che aber der Erfolg zu ver­sa­gen wäre [17].

Ein Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung ist regel­mä­ßig unzu­läs­sig, wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine ent­spre­chen­de Rechts­fol­ge im Ver­fah­ren der Haupt­sa­che nicht bewir­ken könn­te [18]. Dem­ge­mäß kommt der Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung im Organ­streit, wel­che die Ver­pflich­tung des Antrags­geg­ners zu einem bestimm­ten Ver­hal­ten zum Gegen­stand hat, grund­sätz­lich nicht in Betracht [19].

Bei dem Organ­streit han­delt es sich um eine kon­tra­dik­to­ri­sche Par­tei­strei­tig­keit [20]; er dient maß­geb­lich der gegen­sei­ti­gen Abgren­zung der Kom­pe­ten­zen von Ver­fas­sungs­or­ga­nen oder ihren Tei­len in einem Ver­fas­sungs­rechts­ver­hält­nis, nicht hin­ge­gen der Kon­trol­le der objek­ti­ven Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit eines bestimm­ten Organ­han­delns [21]. Gemäß § 67 Satz 1 BVerfGG stellt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Organ­streit ledig­lich fest, ob die bean­stan­de­te Maß­nah­me oder Unter­las­sung gegen eine Bestim­mung des Grund­ge­set­zes ver­stößt. Es obliegt sodann dem jewei­li­gen Staats­or­gan selbst, einen fest­ge­stell­ten ver­fas­sungs­wid­ri­gen Zustand zu been­den [22]. Kas­sa­to­ri­sche oder rechts­ge­stal­ten­de Wir­kung kommt der Ent­schei­dung im Organ­streit nicht zu [23]. Für eine über die Fest­stel­lung einer Ver­let­zung der Rech­te des Antrag­stel­lers hin­aus­ge­hen­de Ver­pflich­tung des Antrags­geg­ners zu einem bestimm­ten Ver­hal­ten ist im Organ­streit grund­sätz­lich kein Raum [24].

Dient der Organ­streit damit allein der Klä­rung der Rech­te der Staats­or­ga­ne im Ver­hält­nis zuein­an­der und nicht einer all­ge­mei­nen Ver­fas­sungs­auf­sicht, ist dies bei der Bestim­mung des zuläs­si­gen Inhalts eines Antrags auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung im Organ­streit­ver­fah­ren zu beach­ten. Gegen­stand eines sol­chen Antrags kann allein die vor­läu­fi­ge Siche­rung des strei­ti­gen organ­schaft­li­chen Rechts des Antrag­stel­lers sein, damit es nicht im Zeit­raum bis zur Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che durch die Schaf­fung voll­ende­ter Tat­sa­chen über­spielt wird [25]. Eine Abwei­chung von dem Grund­satz, dass der Inhalt einer einst­wei­li­gen Anord­nung nicht über die im Haupt­sa­che­ver­fah­ren bewirk­ba­ren Rechts­fol­gen hin­aus­ge­hen darf, kommt daher allen­falls in Betracht, wenn allein hier­durch die Schaf­fung voll­ende­ter Tat­sa­chen im Sin­ne einer end­gül­ti­gen Ver­ei­te­lung des gel­tend gemach­ten Rechts ver­hin­dert wer­den kann. Dass eine sol­che, eine Aus­nah­me von der grund­sätz­li­chen Unzu­läs­sig­keit eines Ver­pflich­tungs­aus­spruchs im Organ­streit­ver­fah­ren gebie­ten­de Son­der­kon­stel­la­ti­on gege­ben ist, ist von dem Antrag­stel­ler dar­zu­le­gen [26].

Die AfD hat in ihrer Replik aus­ge­führt, dass sie den Aus­spruch einer Zah­lungs­ver­pflich­tung zuguns­ten der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung begehrt. Dabei ver­hält sie sich aller­dings nicht zu der Fra­ge, ob der einst­wei­li­ge Rechts­schutz im Organ­streit­ver­fah­ren auch die Begrün­dung von Hand­lungs­pflich­ten zuguns­ten nicht ver­fah­rens­be­tei­lig­ter Drit­ter zum Gegen­stand haben kann. Der Organ­streit ist auf den Schutz der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Rech­te des jewei­li­gen Antrag­stel­lers gerich­tet. Daher kann der einst­wei­li­ge Rechts­schutz auch nur auf die vor­läu­fi­ge Siche­rung der gel­tend gemach­ten organ­schaft­li­chen Rech­te des Antrag­stel­lers zie­len. Dass die­ses Ziel die Ver­pflich­tung des Antrags­geg­ners zur Erbrin­gung von Leis­tun­gen an nicht ver­fah­rens­be­tei­lig­te Drit­te erfor­dert und recht­fer­tigt, erschließt sich nicht ohne Wei­te­res und hät­te detail­lier­ter Dar­le­gung bedurft.

Dem Sach­vor­trag der AfD kann auch nicht ent­nom­men wer­den, dass nur durch die Zah­lung der begehr­ten Beträ­ge an die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung der Ein­tritt voll­ende­ter Tat­sa­chen im Sin­ne einer Ver­ei­te­lung des streit­be­fan­ge­nen Rechts der AfD auf Chan­cen­gleich­heit aus Art. 21 Abs. 1 GG ver­hin­dert wer­den kann.

Die AfD sieht sich in ihrem Recht auf Chan­cen­gleich­heit dadurch ver­letzt, dass es sich bei der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung um eine ihr nahe­ste­hen­de poli­ti­sche Stif­tung han­delt, deren Arbeit ihr in einem gewis­sen Maße zugu­te kommt, so dass die feh­len­de staat­li­che Finan­zie­rung die­ser Stif­tung für sie einen Wett­be­werbs­nach­teil im Ver­gleich zu den­je­ni­gen Par­tei­en begrün­de, deren ihnen nahe­ste­hen­de poli­ti­sche Stif­tun­gen mit staat­li­chen Mit­teln geför­dert wer­den. Der Erlass der begehr­ten einst­wei­li­gen Anord­nung käme daher nur in Betracht, wenn die Aus­zah­lung der gel­tend gemach­ten Beträ­ge an die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung erfor­der­lich wäre, um eine Ver­ei­te­lung des gel­tend gemach­ten Rechts der AfD auf Chan­cen­gleich­heit zu ver­hin­dern. Das könn­te ange­sichts der ver­fas­sungs­recht­lich gebo­te­nen Distanz der poli­ti­schen Par­tei­en zu den ihnen nahe­ste­hen­den poli­ti­schen Stif­tun­gen [27] allen­falls dann der Fall sein, wenn bei einem Unter­blei­ben der begehr­ten Zah­lun­gen die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung ihre Tätig­keit been­den müss­te und der AfD kei­ne sons­ti­ge Mög­lich­keit der Zusam­men­ar­beit mit einer ihr nahe­ste­hen­den poli­ti­schen Stif­tung offen stün­de. Dies ergibt sich aus den Dar­le­gun­gen der AfD aber nicht.

Soweit die AfD vor­trägt, bei Nicht­er­lass der einst­wei­li­gen Anord­nung dro­he „unter Umstän­den“ das Risi­ko der Insol­venz und Liqui­da­ti­on der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung, reicht dies nicht aus, um vom Ein­tritt voll­ende­ter Tat­sa­chen im Sin­ne einer Ver­ei­te­lung des von der AfD gel­tend gemach­ten Rechts auf Chan­cen­gleich­heit aus­ge­hen zu kön­nen. Die­ser Vor­trag ist – unge­ach­tet der zwi­schen den Betei­lig­ten strei­ti­gen Fra­ge, ob es sich bei der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung um die ein­zi­ge poli­ti­sche Stif­tung han­delt, die die von der AfD reprä­sen­tier­te poli­ti­sche Grund­strö­mung ver­tritt – unzu­rei­chend sub­stan­ti­iert. Wel­che „Umstän­de“ ein­tre­ten müs­sen, damit das behaup­te­te Risi­ko einer Insol­venz der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung sich rea­li­siert, wird von der AfD nicht erläu­tert. Auch trägt sie zur finan­zi­el­len Aus­stat­tung der Stif­tung nichts vor. Es kann daher schon im Ansatz nicht nach­voll­zo­gen wer­den, ob die finan­zi­el­le Aus­stat­tung der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung zur Erfül­lung der Auf­ga­ben einer poli­ti­schen Stif­tung aus­reicht oder ob ihr gar ein Insol­venz­ver­fah­ren droht. Eben­so wenig ist ersicht­lich, war­um gera­de die im Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung genann­ten Beträ­ge von 480.000 Euro bezo­gen auf das Haus­halts­jahr 2018 und von 900.000 Euro bezo­gen auf das Haus­halts­jahr 2019 benö­tigt wer­den, um das behaup­te­te Insol­venz­ri­si­ko der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung abzu­wen­den. Soweit die AfD dar­auf ver­weist, die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung wer­de in den nächs­ten Jah­ren abseh­bar gezwun­gen sein, zur Durch­set­zung ihrer tat­säch­lich höhe­ren Ansprü­che Gerichts­pro­zes­se zu füh­ren, ver­mag dies weder den Bestand eines Insol­venz­ri­si­kos noch die Plau­si­bi­li­tät der genann­ten Beträ­ge zu begrün­den.

Nichts Ande­res ergibt sich, soweit die AfD ergän­zend dar­auf ver­weist, die Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung müs­se, um ihre För­de­rungs­wür­dig­keit in der Öffent­lich­keit zu bewei­sen, ein in Kon­kur­renz zu viel höher geför­der­ten Orga­ni­sa­tio­nen ste­hen­des, sicht­ba­res Ange­bot an Semi­nar­ver­an­stal­tun­gen auf­recht­erhal­ten und aus­bau­en. Auch die­ser Vor­trag ist nicht hin­rei­chend sub­stan­ti­iert. Weder legt die AfD dar, in wel­chem Umfang von der Desi­de­ri­us-Eras­mus-Stif­tung Semi­nar­ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten wer­den, noch, wel­che Bedeu­tung in die­sem Zusam­men­hang der Zuer­ken­nung der im Wege der einst­wei­li­gen Anord­nung begehr­ten Mit­tel für die Jah­re 2018 und 2019 zukommt.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 22. Juli 2020 – 2 BvE 3/​19

  1. BVerfG – 2 BvR 649/​19[]
  2. BGBl I S. 2528[]
  3. vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.05.2019 – 2 BvR 649/​19, NVwZ 2019, S. 1034[]
  4. vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.05.2019 – 2 BvR 649/​19, NVwZ 2019, S. 1034 <1034 f.>[]
  5. vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.05.2019 – 2 BvR 649/​19, NVwZ 2019, S. 1034 <1035>[][]
  6. vgl. BVerfGE 133, 163 <165 Rn. 6> 135, 248 <254 Rn. 16>[]
  7. vgl. BVerfGE 47, 105 <108> 72, 278 <288> 82, 30 <35 f.> 109, 130 <131> 133, 163 <165 f. Rn. 6> 135, 248 <254 Rn. 16> 148, 1 <5 Rn. 14>[]
  8. vgl. BVerfGE 47, 105 <108> 72, 278 <288> 78, 331 <336> 82, 30 <36> 109, 130 <131> 133, 163 <166 Rn. 6> 135, 248 <254 Rn. 16> 148, 1 <5 f. Rn. 14>[]
  9. vgl. BVerfGE 47, 105 <108 f.> 72, 278 <288> s.a. Klie­gel, in: Bar­c­zak, BVerfGG, 2018, § 18 Rn. 9[]
  10. vgl. BVerfGE 133, 163 <165 Rn. 4, 167 f. Rn. 12> Klie­gel, in: Bar­c­zak, BVerfGG, 2018, § 18 Rn. 33[]
  11. vgl. BVerfGE 131, 239 <252 f.> 133, 377 <405 Rn. 69> 142, 1 <4 Rn. 12>[]
  12. vgl. BVerfGE 142, 1 <4 f. Rn. 12>[]
  13. vgl. BVerfGE 131, 239 <253> 133, 377 <406 Rn. 71>[][]
  14. vgl. BVerfGE 131, 239 <253>[]
  15. vgl. BVerfGE 55, 1 <3> 82, 310 <312> 94, 166 <216 f.> 104, 23 <27> 106, 51 <58> 132, 195 <232 Rn. 86> 150, 163 <166 Rn. 10> 151, 58 <63 Rn. 11>[]
  16. vgl. BVerfGE 89, 38 <43 f.> 103, 41 <42> 118, 111 <122> 150, 163 <166 Rn. 9> 151, 58 <63 Rn. 11> stRspr[]
  17. vgl. BVerfGE 105, 365 <371> 106, 351 <355> 108, 238 <246> 125, 385 <393> 126, 158 <168> 129, 284 <298> 132, 195 <232 f. Rn. 87> 151, 58 <63 Rn. 11> stRspr[]
  18. vgl. BVerfGE 7, 99 <105> 14, 192 <193> 16, 220 <226> 151, 58 <64 Rn. 13>[]
  19. vgl. BVerfGE 151, 58 <64 Rn. 13>[]
  20. vgl. BVerfGE 126, 55 <67> 138, 256 <258 f. Rn. 4> 150, 194 <200 Rn. 18> 151, 58 <64 Rn. 14>[]
  21. vgl. BVerfGE 104, 151 <193 f.> 118, 244 <257> 126, 55 <67 f.> 140, 1 <21 Rn. 58> 150, 194 <200 Rn. 18> 151, 58 <64 Rn. 14>[]
  22. vgl. BVerfGE 85, 264 <326> 151, 58 <64 Rn. 14>[]
  23. vgl. BVerfGE 136, 277 <301 Rn. 64> 138, 125 <131 Rn.19> 151, 58 <64 f. Rn. 14>[]
  24. vgl. BVerfGE 124, 161 <188> 136, 277 <301 Rn. 64> 151, 58 <65 Rn. 14> Bar­c­zak, in: ders., BVerfGG, 2018, § 67 Rn. 4; Lenz/​Hansel, BVerfGG, 2. Aufl.2015, § 67 Rn. 4[]
  25. vgl. BVerfGE 89, 38 <44> 96, 223 <229> 98, 139 <144> 108, 34 <41> 118, 111 <122> 145, 348 <356 f. Rn. 29> 151, 58 <65 Rn. 15>[]
  26. vgl. BVerfGE 124, 161 <188> 151, 58 <67 Rn.19>[]
  27. vgl. BVerfGE 73, 1 <31 f.>[]