Lie­fer­stö­run­gen in Strom-Son­der­kun­den­ver­trä­gen

Die von einem Strom­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men in Son­der­kun­den­ver­trä­gen gegen­über Ver­brau­chern ver­wen­de­te Klau­sel

Lie­fer­stö­run­gen in Strom-Son­der­kun­den­ver­trä­gen

"10. Wann ist Y. nicht zur Lie­fe­rung ver­pflich­tet?
Y. trifft die ihr mög­li­chen Maß­nah­men, um Sie am Ende des Netz­an­schlus­ses mit Strom zu belie­fern. Bei Stö­run­gen des Netz­be­triebs ein-schließ­lich des Netz­an­schlus­ses ist Y. jedoch von der Leis­tungs­pflicht befreit. Dies gilt auch, wenn Y. an der Strom­lie­fe­rung auf­grund höhe­rer Gewalt oder sons­ti­ger Umstän­de, deren Besei­ti­gung Y. nicht mög­lich ist oder wirt­schaft­lich nicht zuge­mu­tet wer­den kann, gehin­dert ist."

schließt weder die sich für den Kun­den aus § 326 Abs. 1 BGB erge­ben­den Rechts­fol­gen noch des­sen Recht zur außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung nach § 314 BGB aus. Sie ent­hält daher kei­ne unan­ge­mes­se­ne Benach­tei­li­gung des Kun­den (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB) und ist auch nicht intrans­pa­rent im Sin­ne des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. März 2012 – VIII ZR 202/​11
[Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung die­ser BGH-Ent­schei­dung fin­det sich in der Ener­gie­lu­pe.]