Nagel­stu­di­os, Kos­me­tik­stu­di­os, Mas­sa­ge­stu­di­os – und die Corona-Eindämmungsverordnung

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg hat die Eil­an­trä­ge eines Nagel‑, eines Kos­me­tik- sowie eines Mas­sa­ge-Stu­di­os, den Voll­zug von § 9 Abs. 1 der aktu­el­len SARS-CoV-2-Ein­däm­mungs­ver­ord­nung des Lan­des Bran­den­burg vor­läu­fig aus­zu­set­zen, soweit damit das Erbrin­gen ent­spre­chen­der kör­per­na­her Dienst­leis­tun­gen ver­bo­ten wird, zurück­ge­wie­sen. Die ange­grif­fe­ne Vor­schrift regelt, dass die Erbrin­gung kör­per­na­her Dienst­leis­tun­gen, bei denen dienst­leis­tungs­be­dingt das Abstands­ge­bot nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann, unter­sagt ist.

Nagel­stu­di­os, Kos­me­tik­stu­di­os, Mas­sa­ge­stu­di­os – und die Corona-Eindämmungsverordnung

Die Antrag­stel­ler hat­ten jeweils gel­tend gemacht, dass die Vor­schrift für sie zu erheb­li­chen Ein­nah­me­ver­lus­ten füh­re und ihre ver­fas­sungs­recht­lich geschütz­te Berufs­aus­übungs­frei­heit ver­let­ze. Sie hat­ten fer­ner gerügt, dass die Rege­lung mit Blick auf wei­ter­hin mög­li­che Dienst­leis­tun­gen im Fri­seur­ge­wer­be gegen den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz verstoße.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt ist die­ser Argu­men­ta­ti­on ‑wie zuvor bereits bei einem Tat­too-Stu­dio- in allen drei Fäl­len nicht gefolgt.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg – Beschlüs­se vom 5. und 6. Novem­ber 2020 – OVG 11 S 99/​20,OVG 11 S 98/​20 und OVG 11 S 100/​20