Neue Steuerregelungen 2022 – Das ändert sich für Verbraucher

Im neuen Jahr gibt es einige Änderungen für Verbraucher. Teilweise gehen mit den Neuerungen auch finanzielle Erleichterungen einher. Welche Regelungen 2022 in Kraft treten und wie diese sich gestalten, erfahren Sie hier.

Neue Steuerregelungen 2022 – Das ändert sich für Verbraucher

Allgemeine Steueränderungen

Im Rahmen der Steueränderungen wird der Grundfreibetrag angepasst. Im Jahr 2022 steigt dieser für Alleinstehende auf 9.984 Euro und für Verheiratete oder Paare, in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft auf 19.968 Euro. Durch diese Änderung bleibt das Einkommen, welches unterhalb dieses Betrags liegt, steuerfrei. Dementsprechend wird keine Einkommenssteuer auf diesen Freibetrag erhoben.

Auch im Bereich der Altersvorsorge gibt es Neuerungen. Beiträge, die in die gesetzliche Rente, die Rürup-Rente oder in landwirtschaftliche Alterskassen und berufsständische Vorsorgeeinrichtungen eingezahlt wurden, zählen zu den Ausgaben für die Altersvorsorge. Bis zu einem bestimmten Höchstbetrag sind diese als Sonderausgaben absetzbar. Im Zuge der Steueränderungen 2022 wurden die Höchstbeträge in diesem Bereich angehoben. Für Ledige liegt der Höchstbetrag bei 25.639 Euro, während bei Ehepaaren und Lebenspartnerschaften 51.278 Euro gilt. Absetzbar sind von diesem Höchstbetrag aktuell 94 %, da der abzugsfähige Teil jährlich um je 2 Prozentpunkte ansteigt.

Ausgehend von der Legalisierung des Glücksspiels am 01. Juli 2021 durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) sind auch die Gewinne, die bei dem digitalen Glücksspiel in Online-Casinos mit deutscher Lizenz erzielt werden, steuerfrei. Lediglich bei der Abgabe von Wetten, ist teilweise eine Wettsteuer fällig, welche jedoch vom Anbieter gezahlt werden muss. Werden regelmäßig hohe Gewinne erzielt, besteht allerdings die Gefahr, vom Finanzamt als Berufsspieler eingestuft zu werden. Eine Alternative zu den deutschen Casinos bieten Online-Casinos ohne Anmeldung. Seiten wie casinos.de bieten hier eine Übersicht aller legalen und sicheren Online Casinos.

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Steueränderungen für Immobilien-Eigentümer

Mit dem Beginn des neuen Jahres startet auch die Umsetzung der Grundsteuerreform. Im Zuge dieser werden schrittweise die Grundsteuerwerte neu festgestellt. Auf Grundlage der dadurch ermittelten Werte wird die Grundsteuer ab 2025 dann angehoben. Diese Reform erfolgt, da die bisherige Besteuerung von Immobilien und Grundstücken durch das Bundesverfassungsgericht 2018 für verfassungswidrig erklärt wurde. Die praktische Konsequenz aus dieser Änderung ist, dass Eigentümer eine Steuererklärung für Grundstücke und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft einzureichen haben.

Steueränderungen für Familien

Durch die Änderungen, die im Steuerjahr 2022 im Bereich der Unterhaltsleistungen erfolgen, werden Unterhaltszahlungen in Höhe von bis zu 9.984 Euro als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung berücksichtigt. Der Betrag verringert sich für jeden Monat, in welchem keine Unterhaltszahlungen getätigt wurden um 1/12.

Auch Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommenssteuer durch einen Freibetrag entlastet. Der Entlastungsbeitrag wurde aufgrund der Corona-Krise bereits für die Jahre 2020 und 2021 auf 4.008 Euro jährlich erhöht. Diese Regelung gilt ab dem Jahr 2022 nun unbefristet.

Steueränderungen für Arbeitnehmern

Die im Jahr 2020 eingeführte Home-Office-Pauschale gilt auch für das Jahr 2022 weiterhin. Aktuell ist eine Verlängerung bis zum 31.12.2022 in Planung. Dementsprechend ist es auch dieses Jahr möglich für 120 Tage eine Pauschale von 5 Euro pro Tag, welcher im Home-Office verbracht wurde, abzurechnen. Daher ist es empfehlenswert sich zu vermerken, wann im Home-Office gearbeitet wurde. Die Pauschale ist allerdings auf maximal 600 Euro im Jahr gedeckelt. Die Pauschale wird in der Steuererklärung in der Anlage N unter Werbungskosten eingetragen. Dabei zu beachten ist, dass allen Steuerzahlern ohnehin pauschal 1.000 Euro in Bezug auf die Werbungskosten angerechnet werden. Dementsprechend profitieren von dieser Sonderregelung lediglich diejenigen, welche mit den Ausgaben über die 1.000 Euro kommen.

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Zusätzlich zum üblichen Gehalt können Arbeitnehmer sogenannte Sachbezüge erhalten. Diese müssen bis zu einem gewissen Betrag nicht versteuert werden. Dabei zu beachten ist, dass die Sachbezüge zusätzlich zum Lohn ausgezahlt werden. Die monatliche Freigrenze für eben diese Bezüge erhöht sich ab 2022 von 40 Euro auf 50 Euro. Die Freigrenze bezieht sich explizit auf die Monatswerte. Daher ist eine Hochrechnung auf das gesamte Jahr nicht möglich. Auch wenn lediglich ein Teil dieses Betrags ausgezahlt wurde, ist es nicht möglich, den Restbetrag auf einen anderen Monat zu übertragen.

Im Zuge der Corona-Pandemie ermöglichte die Bundesregierung es den Arbeitgebern eine zusätzliche Zuwendung an ihre Mitarbeiter auszuschütten. Die steuerfreie Corona-Prämie kann eine Höhe von bis zu 1.500 Euro betragen. Seit dem 01. März 2020 ist diese Extra-Prämie für Arbeitnehmer möglich. Allerdings ist diese steuerfreie Sonderzahlung nur noch bis zum 31. März 2020 möglich.

Neue Steuerregelungen 2022: Fazit

Das neue Jahr bringt einige Änderungen mit sich, auch in Bezug auf die Steuern. Insbesondere Familien und Arbeitnehmer sollen angesichts der einschneidenden Corona-Krise auch dieses Jahr entlastet werden. Welche weiteren Änderungen sich im Laufe des Jahres noch ergeben, bleibt abzuwarten. 

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