Pri­vat­de­tek­ti­ve – was machen die­se wirk­lich?

Wer kennt sie nicht, all die­se span­nen­den Fern­seh­se­ri­en, in denen der Held ein Pri­vat­de­tek­tiv ist, der stän­dig auf­re­gen­de Fäl­le lösen muss, dabei rasan­te Ver­fol­gungs­jag­den erlebt und am Ende der Poli­zei eine Nasen­län­ge vor­aus ist? Tat­säch­lich jedoch sind die­se Fil­me und Seri­en im Fern­se­hen und auf den ver­schie­de­nen Strea­ming­diens­ten rei­ne Fik­ti­on und haben nichts mit der Rea­li­tät zu tun.

Pri­vat­de­tek­ti­ve – was machen die­se wirk­lich?

Selbst wenn sich die wirk­li­chen Auf­ga­ben­be­rei­che von ech­ten Pri­vat­de­tek­ti­ven nicht ganz so auf­re­gend dar­stel­len, so han­delt es sich doch um einen häu­fig span­nen­den und abwechs­lungs­rei­chen Beruf.

Wir wol­len hier ein­mal die Auf­ga­ben beleuch­ten, die Detek­ti­ve in der Rea­li­tät über­neh­men und haben uns dazu am Port­fo­lio des Dienst­leis­tungs­an­ge­bots der renom­mier­ten A Plus Detek­ti­ve GmbH ori­en­tiert.

Was ist eigent­lich ein Detek­tiv?

Der Begriff Detek­tiv stammt aus dem Latei­ni­schen von „dete­ge­re“, was so viel wie „auf­de­cken“ oder „ent­de­cken“ bedeu­tet. In Deutsch­land spre­chen wir von „Pri­vat­de­tek­ti­ven“, in Öster­reich von „Berufs­de­tek­ti­ven“.

Im Rah­men sei­ner Tätig­keit ver­sucht der Detek­tiv unter Ein­hal­tung der gesetz­li­chen Vor­ga­ben in der Regel für bestimm­te ange­nom­me­ne Sach­ver­hal­te Bewei­se zu fin­den. Hier­zu nutzt er die Recher­che, die Obser­va­ti­on und die Befra­gung. Sämt­li­che Erkennt­nis­se müs­sen gerichts­fest doku­men­tiert wer­den.

Der Detek­tiv arbei­tet als nor­ma­ler Gewer­be­trei­ben­der und hat kei­ner­lei hoheit­li­chen Rech­te, wie sie Poli­zei oder Grenz­schutz haben. Fest­nah­men dür­fen des­halb nur im Rah­men der Jeder­manns-Fest­nah­me erfol­gen, bei­spiels­wei­se wenn ein Täter auf fri­scher Tat gestellt wird. Auch sei­ne übri­gen Befug­nis­se wei­chen nicht von denen einer Pri­vat­per­son ab; er darf zum Bei­spiel nicht heim­lich einen GPS-Tra­cker an einem Fahr­zeug anbrin­gen, um die­ses unbe­merkt zu ver­fol­gen. Selbst die Poli­zei benö­tigt dafür eine Anord­nung eines Rich­ters. 

Detek­tiv darf sich übri­gens in Deutsch­land jeder nen­nen, denn es ist kein gesetz­li­cher geschütz­ter Begriff. Aller­dings gibt es eine „Zen­tra­le Aus­bil­dungs­stel­le im Detek­tiv­ge­wer­be" (ZAD). Die­se bil­det den Detek­tiv­nach­wuchs zum "Privatermittler/​Detek­tiv mit IHK-Fach­zer­ti­fi­kat" aus. Absol­ven­ten dür­fen sich nach einem erfolg­rei­chen Abschluss ZAD geprüf­ter Pri­va­ter­mitt­ler – mit IHK-Zer­ti­fi­kat nen­nen.

In Öster­reich hin­ge­gen ist der Berufs­de­tek­tiv regle­men­tiert. Er benö­tigt eine behörd­li­che Befä­hi­gungs­prü­fung und eine beson­de­re Zuver­läs­sig­keit.

Auf­ga­ben­ge­bie­te für Detek­ti­ve

Da sich die Auf­ga­ben­ge­bie­te in den ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas zum Teil unter­schei­den, wol­len wir hier etwas näher auf das Auf­ga­ben­feld von Detek­tei­en in Deutsch­land ein­ge­hen.

Beauf­tra­gung einer Pri­vat­de­tek­tei durch Pri­vat­leu­te

Vie­le Men­schen sind der Mei­nung, der klas­si­sche Pri­vat­de­tek­tiv in Deutsch­land wird vom ver­meint­lich gehörn­ten Part­ner beauf­tragt und über­prüft den Ehe­mann oder die Ehe­frau, ob die­se® fremd­geht.

Zwar gibt es die­sen Auf­ga­ben­be­reich tat­säch­lich, doch stellt er nur einen klei­nen Teil des gesam­ten Auf­ga­ben­ge­bie­tes einer Detek­tei dar.

Sor­ge­rechts­strei­tig­kei­ten, Unter­halts­an­ge­le­gen­hei­ten oder Lärm­be­läs­ti­gung sind Teil des All­ta­ges. Detek­ti­ve wei­sen bei­spiels­wei­se nach, dass der Ex-Ehe­part­ner bereits wie­der in einer fes­ten Bezie­hung lebt oder heim­lich einer Schwarz­ar­beit nach­geht und ihm des­halb kein Unter­halt mehr zusteht.

Die Auf­ga­ben sind viel­fäl­tig und immer wie­der eine neue Her­aus­for­de­rung.

Beauf­tra­gung einer Detek­tei durch Unter­neh­men

Vie­le Unter­neh­men set­zen für sen­si­ble Auf­ga­ben Detek­ti­ve ein. 

Bei den Auf­trä­gen han­delt es sich um Fäl­le, bei denen der Unter­neh­mer ein beson­de­res berech­tig­tes Inter­es­se an einer Ermitt­lung hat. Dann geht es häu­fig dar­um Mit­ar­bei­ter zu über­füh­ren, die dem Betrieb in irgend­ei­ner Art und Wei­se scha­den. Das kön­nen Hin­ter­grün­de sein wie:

Der Stan­dard­fall: Gibt es bei einem krank­ge­schrie­be­nen Mit­ar­bei­ter hand­fes­te Hin­wei­se dar­auf, dass die­ser die Krank­heit nur simu­liert, so darf der Arbeit­ge­ber einen krank gemel­de­ten Arbeit­neh­mer für eine kur­ze Zeit obser­vie­ren las­sen, um fest­zu­stel­len, ob die­se tat­säch­lich krank ist oder „blau macht“. wie man im Volks­mund sagt. Ergibt die Obser­va­ti­on, dass der Mit­ar­bei­ter trotz Kran­ken­schein kör­per­lich im Gar­ten arbei­tet oder die Woh­nung reno­viert, so kann dies – in Abhän­gig­keit von der Krank­heit – ein star­kes Indiz sein, dass die Krank­heit nur vor­ge­täuscht ist. 


Solch eine Obser­va­ti­on eines Mit­ar­bei­ters ist dann erlaubt, wenn es den kla­ren Ver­dacht auf ein Fehl­ver­hal­ten gibt Der Arbeit­ge­ber muss hand­fes­te Grün­de vor­wei­sen, um den spe­zi­el­len Mit­ar­bei­ter über­wa­chen zu las­sen. Ein Gene­ral­ver­dacht aller Mit­ar­bei­ter mit ent­spre­chen­der Kon­trol­le ist nicht erlaubt.

Kommt es im Betrieb regel­mä­ßig zu Dieb­stäh­len oder wer­den Arbeits­ab­läu­fe sabo­tiert, wen­den sich die betrof­fe­nen Unter­neh­men an Detek­tei­en. Nicht sel­ten schleust die Detek­tei dann einen Detek­tiv eine Zeit lang als Mit­ar­bei­ter in den Betrieb ein, um Beob­ach­tun­gen und vor­sich­ti­ge Befra­gun­gen vor­zu­neh­men.

Wich­tig zu wis­sen ist, dass der Detek­tiv sich inner­halb eines Betrie­bes immer nur wie eine Pri­vat­per­son ver­hält. Das Durch­su­chen von Spin­den und Taschen, das Auf­bre­chen von Schub­la­den und ähn­li­ches ist ver­bo­ten und auch für den Detek­tiv straf­bar.

Spe­zia­li­sier­te Detek­tei­en wie die A Plus Detek­tei über­neh­men bei Fäl­len die­ser Art alle Ermitt­lun­gen bis hin zu foren­si­schen Auf­ga­ben. Die­se gehen bis zur Ana­ly­se von Fin­ger­ab­druck­spu­ren und deren Aus­wer­tung. 

Ste­tig stei­gend sind Ein­sät­ze in Betrie­ben im Zusam­men­hang mit der Lausch­ab­wehr. Abhör­schutz ist für Unter­neh­men ein wesent­li­cher Bestand­teil der betrieb­li­chen Sicher­heit. Eini­ge weni­ge Detek­tei­en in Deutsch­land sind hier in der Lage, fach­ge­rech­te Maß­nah­men zu ergrei­fen und die Räu­me und Tele­fo­ne in den Büros auf Lausch­mit­tel aller Art zu unter­su­chen. 

Immer häu­fi­ger beauf­tra­gen Betrof­fe­ne eine Detek­tei zudem bei Ver­let­zun­gen von Paten­ten. Hier gilt es Bewei­se für die Patent­ver­let­zung zu fin­den und zu sichern.

Fazit

Der Beruf des Detek­ti­ves unter­schei­det sich deut­lich von dem, was im TV gezeigt wird. Der Beruf ist gene­rell abwechs­lungs­reich und von beson­de­rer Wich­tig­keit bei der Bekämp­fung von kri­mi­nel­len Hand­lun­gen und zur Beweis­si­che­rung.