Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de des Revi­si­ons­ge­richts

Die Gerich­te sind nach Art. 103 Abs. 1 GG ver­pflich­tet, das Vor­brin­gen der Par­tei­en zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen.

Recht­li­ches Gehör – und die Ent­schei­dungs­grün­de des Revi­si­ons­ge­richts

Hin­ge­gen ist es nicht erfor­der­lich, alle Ein­zel­punk­te des Par­tei­vor­trags auch aus­drück­lich zu beschei­den 1.

Nach § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO kann das Revi­si­ons­ge­richt von einer Begrün­dung des Beschlus­ses, mit dem es über die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ent­schei­det, abse­hen, wenn die­se nicht geeig­net wäre, zur Klä­rung der Vor­aus­set­zun­gen bei­zu­tra­gen, unter denen eine Revi­si­on zuzu­las­sen ist.

Von die­ser Mög­lich­keit hat der Bun­des­ge­richts­hof im vor­lie­gen­den Fall Gebrauch gemacht. Der Bun­des­ge­richts­hof hat bei der Ent­schei­dung über die Zurück­wei­sung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de das Vor­brin­gen der Klä­ge­rin in vol­lem Umfang geprüft und im Ergeb­nis für nicht durch­grei­fend erach­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Febru­ar 2018 – VI ZR 5/​17

  1. BGH, Beschluss vom 09.01.2018 – VI ZR 619/​16 2 mwN[]