Rechts­si­che­re Web­sei­ten – Die­se 3 Tipps soll­ten Sie ken­nen

Beim Ein­rich­ten einer Web­site kommt es nicht nur auf deren Inhalt an. Inter­net­un­ter­neh­mer soll­ten sich nicht nur im SEO- und Goog­le-Ran­king aus­ken­nen, son­dern sich über das Recht im Online­mar­ke­ting infor­mie­ren. Eine rechts­si­che­re Web­site kann nur erstellt wer­den, wenn wich­ti­ge recht­li­che Grund­la­gen genau beach­tet wer­den.

Rechts­si­che­re Web­sei­ten – Die­se 3 Tipps soll­ten Sie ken­nen

Gül­ti­ges Impres­sum als wich­ti­ge Vor­aus­set­zung[↑]

Auch wenn sich man­che Sei­ten­be­trei­ber von ihren Links distan­zie­ren, sind sie damit juris­tisch nicht von der Haf­tung aus­ge­nom­men. Momen­tan ver­fü­gen zahl­rei­che Inter­net­sei­ten deut­scher Betrei­ber immer noch über Haf­tungs­aus­schlüs­se, die recht­lich unwirk­sam sind. Ein gül­ti­ges Impres­sum ist eine der wich­tigs­ten Vor­aus­set­zun­gen zum Gestal­ten einer rechts­si­che­ren Web­site. Die Domain­re­gis­trie­rung unter­liegt dem Domain­recht. Das bedeu­tet für den Web­sei­ten-Betrei­ber aber nicht, dass er jede ver­füg­ba­re Domain für sich nut­zen kann.

Es ist wich­tig, her­aus­zu­fin­den ob die Mar­ken­rech­te oder Unter­neh­mens­kenn­zei­chen ande­rer User dadurch ver­letzt wer­den. Jedes Unter­neh­men hat das Recht, die Her­aus­ga­be einer Domain zu ver­lan­gen, wenn die­se dem eige­nen Fir­men­na­men ent­spricht. Es ist daher nicht rat­sam, auf Domains zurück­zu­grei­fen, die leicht mit Kon­kur­renz­un­ter­neh­men ver­wech­selt wer­den kön­nen. Um Mar­ken zu regis­trie­ren, bie­tet das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt eine Ein­stei­ger­re­cher­che an. Par­al­lel dazu soll­te eine Recher­che per Such­ma­schi­ne erfol­gen. Vor­sicht ist bei der Erstel­lung einer Web­site auch ange­sagt, wenn der eige­ne Name Ver­wechs­lungs­po­ten­ti­al, etwa mit bekann­ten Unter­neh­men oder Per­sön­lich­kei­ten bie­tet.

Rechtssichere Webseiten - Diese 3 Tipps sollten Sie kennen

Web­site mit pro­fes­sio­nel­ler Unter­stüt­zung gestal­ten[↑]

Durch ein­schlä­gi­ge Gerichts­ur­tei­le muss­ten Nut­zer mit den Namen Herr Krupp oder Dr. Shell ihre Domain an die ent­spre­chen­den Kon­zer­ne abge­ben. Denn die Sur­fer erwar­ten unter einer Web­site mit irre­füh­ren­den Namen eher die Ange­bo­te bekann­ter Groß­kon­zer­ne als Offer­ten unbe­kann­ter Web­site Betrei­ber. Das rich­ti­ge Impres­sum stellt die Basis jeder Web­site dar. Wenn der Betrei­ber sich ledig­lich an ein pri­va­tes Umfeld rich­tet, benö­tigt er nach gel­ten­dem Recht kein Impres­sum. Es ist den­noch rat­sam, die nach § 5 TMG gefor­der­ten Anga­ben im Web­auf­tritt auf­zu­füh­ren. Bei der Gestal­tung einer Web­site soll­te pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung in Anspruch genom­men wer­den, um Ver­wechs­lun­gen und Irr­tü­mer aus­zu­schlie­ßen. Anhand der Web­site Bei­spie­le auf websitebutler.de kön­nen sich User mit den Rechts­grund­la­gen der Web­site-Gestal­tung ver­traut machen und die­se ent­spre­chend berück­sich­ti­gen.

Pflicht­an­ga­ben im Kon­takt oder dem Impres­sum hin­ter­le­gen[↑]

Abhän­gig davon, wel­che Diens­te der Web­site-Betrei­ber anbie­tet, wer­den unter­schied­li­che Rechts­an­for­de­run­gen an das Impres­sum gestellt. Der Inhalt des Geset­zes­text ist im § 5 Abs.1 TMG genau aus­ge­führt und kann im Inter­net ein­ge­se­hen wer­den. Dem­nach müs­sen Infor­ma­tio­nen einer Web­site „leicht erkenn­bar, stän­dig ver­füg­bar und unmit­tel­bar erreich­bar “ sein. Von der aktu­el­len Recht­spre­chung wird nicht akzep­tiert, dass Pflicht­an­ga­ben nicht im Impres­sum oder dem Kon­takt hin­ter­legt sind. Anders lau­ten­de, irre­füh­ren­de und krea­ti­ve Bezeich­nun­gen von Kon­takt­mög­lich­kei­ten sind nicht gestat­tet. Die Rechts­an­for­de­run­gen an das Impres­sum besa­gen, dass die­se mit maxi­mal zwei Maus­klicks erreich­bar sein muss. Wer die Serio­si­tät sei­nes Inter­net­auf­tritts beto­nen möch­te, plat­ziert den Link zu sei­nem Impres­sum dort, wo die User ihn auch erwar­ten. Als geeig­ne­te Stel­le gilt das Navi­ga­ti­ons­me­nü oder die Fuß­zei­le der Start­sei­te.

Web­siten-Besu­cher über Daten­spei­che­rung infor­mie­ren[↑]

Der Besu­cher einer Web­site muss vom Betrei­ber eben­falls über die mög­li­che Daten­spei­che­rung infor­miert wer­den. Das ist vor allem für Web­sites, die Besu­cher­sta­tis­ti­ken erhe­ben oder exter­ne Diens­te, wie etra­cker, Goog­le Ana­ly­tics und Social-Media-Plugins nut­zen wich­tig.