Ries­ter-Ren­te als Alters­vor­sor­ge

Um im Alter nicht auf den gewohn­ten Lebens­stan­dard ver­zich­ten zu müs­sen, ist es heu­te für jeden unbe­dingt not­wen­dig, einen Teil sei­nes zur Ver­fü­gung ste­hen­den Gel­des in eine zusätz­li­che Alters­vor­sor­ge zu ste­cken: Die­se Vor­sor­ge kann sowohl pri­vat als auch betrieb­lich erfol­gen, bei­des ist eben­falls mög­lich.

Ries­ter-Ren­te als Alters­vor­sor­ge

Die Ries­ter-Ren­te ist eine Mög­lich­keit Vor­sor­ge für das Alter zu tref­fen. Der Begriff geht auf den ehe­ma­li­gen Bun­des­mi­nis­ter für Arbeit und Sozia­les, Wal­ter Ries­ter, zurück. In sei­ner Amts­zeit schlug er die För­de­rung der frei­wil­li­gen Alters­vor­sor­ge durch eine Alters­vor­sor­ge­zu­la­ge vor. Nach Anga­ben des Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­ums sor­gen heu­te mehr als 14 Mil­lio­nen Deut­sche mit der Ries­ter-Ren­te fürs Alter vor. Mit hoher Wahr­schein­lich­keit wird bis zum Ende des Jah­res 2011 die 15-Mil­lio­nen-Gren­ze über­schrit­ten sein.

Die Anstren­gun­gen der Alters­vor­sor­ge durch die Ries­ter-Ren­te wird vom Staat belohnt mit Zula­gen, Steu­er­erleich­te­run­gen und bei der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung auch durch Ver­zicht auf Sozi­al­ab­ga­ben. Denn immer noch ist vie­len Bür­gern nicht bekannt, dass es die Ries­ter-Ren­te sowohl mit pri­va­tem Ver­trag als auch in Form einer betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge gibt. Mit vie­len Irr­tü­mern zur Ries­ter-Ren­te wird auf den Sei­ten des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums auf­ge­räumt.

Vor dem Abschluss eines Ver­tra­ges soll­te man die Vor­tei­le und Nach­tei­le der Ries­ter-Ren­te genau abwä­gen. So ist z.B. die Ries­ter-Ren­te zwar grund­sätz­lich ver­erb­bar – aber man muss beim Ver­trags­ab­schluss auf die genau­en Bedin­gun­gen ach­ten.

Außer­dem ist es wich­tig, dass das aus­ge­wähl­te Pro­dukt zer­ti­fi­ziert ist. Das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern nimmt die Zer­ti­fi­zie­rung von Vor­sor­ge-Ver­trä­gen vor. Bis zum 1. Juli 2010 war hier­für die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht zustän­dig. Eine Zer­ti­fi­zie­rung von Ries­ter-Pro­duk­ten ist erfor­der­lich, damit Ver­brau­cher von den staat­li­chen Zula­gen und der steu­er­li­chen För­de­rung pro­fi­tie­ren kön­nen.

Ob sich ein Abschluss einer Ries­ter-Ren­te lohnt, muss jeder für sich ent­schei­den. Alters­vor­sor­ge ist eine per­sön­li­che Ange­le­gen­heit und soll­te indi­vi­du­el­le auf die Bedürf­nis­se zuge­schnit­ten sein. Aber eins ist ganz sicher: je jün­ger man mit dem Ries­tern anfängt – des­to mehr hat man im Alter.