Staats­an­walt­schaft als Miet­man­gel?

Die Staats­an­walt­schaft als Mit­mie­ter ist kein Miet­man­gel. Sagt das OLG Köln.

Staats­an­walt­schaft als Miet­man­gel?

Danach kann ein Rechts­an­walt den Miet­ver­trag für sei­ne Kanz­lei­räu­me nicht außer­or­dent­lich kün­di­gen, wenn der Ver­mie­ter ande­re Räu­me im sel­ben Objekt an die Staats­an­walt­schaft ver­mie­tet. Die Ver­mie­tung an die Staats­an­walt­schaft stel­le weder einen Sach­man­gel dar noch füh­re sie nach Ansicht des OLG zur Unzu­mut­bar­keit der Fort­set­zung des Miet­ver­hält­nis­ses.

Weder gebe es eine all­ge­mei­ne "Unver­träg­lich­keit" zwi­schen der Staats­an­walt­schaft und einem Rechts­an­walt als Miet­par­tei­en im sel­ben Gebäu­de – bei­de sei­en Orga­ne der Rechts­pfle­ge – noch habe die­se Tat­sa­che kon­kret unzu­mut­ba­re Aus­wir­kun­gen auf die ver­trag­li­che Nut­zung der Büro­räu­me als Anwalts­kanz­lei. […] Es sei schon kein all­ge­mei­ner Erfah­rungs­satz ersicht­lich, dass Man­dan­ten abge­hal­ten wer­den, einen Anwalt zu kon­tak­tie­ren, der sei­ne Kanz­lei im sel­ben Gebäu­de habe wie eine Abtei­lung der Staats­an­walt­schaft.

Ober­lan­des­ge­richt Köln, Urteil vom 13.01.2004 – 22 U 125/​03
[gefun­den im Fin­Blog]