Steu­erneu­tra­le Abspal­tung eines Teil­be­triebs

Die Über­tra­gung eines Teil­be­triebs im Sin­ne des § 15 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 liegt nur vor, wenn auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger alle funk­tio­nal wesent­li­chen Betriebs­grund­la­gen des betref­fen­den Teil­be­triebs über­tra­gen wer­den. Dar­an fehlt es, wenn ein­zel­ne die­ser Wirt­schafts­gü­ter nicht über­tra­gen wer­den, son­dern der über­neh­men­de Rechts­trä­ger inso­weit nur ein obli­ga­to­ri­sches Nut­zungs­recht erhält. Eine steu­erneu­tra­le Abspal­tung eines Teil­be­triebs ist mit­hin nur bei Über­tra­gung, nicht bei blo­ßer Ver­mie­tung sämt­li­cher wesent­li­cher Betriebs­grund­la­gen mög­lich.

Steu­erneu­tra­le Abspal­tung eines Teil­be­triebs

§ 2 Abs. 1 UmwStG 1995 ist auch auf Abspal­tun­gen anwend­bar, bei denen kei­ne Teil­be­trie­be über­tra­gen wer­den 1. Die Rück­wir­kungs­fik­ti­on des § 2 Abs. 1 UmwStG 1995 gilt nicht für die Gesell­schaf­ter der über­tra­gen­den und der über­neh­men­den Kör­per­schaft.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. April 2010 – I R 96/​08

  1. Bestä­ti­gung von BMF, Schrei­ben vom 25.03.1998, BSt­Bl I 1998, 268, Tz. 15.11 Satz 6