Uner­wünsch­te Fax-Spam

Fax-Spam­mern wird von Sei­ten der Bun­des­netz­agen­tur nun das Leben schwer gemacht. Der soge­nann­te "Swiss Money Report" ist ein Fax-News­let­ter, der eine Kauf­emp­feh­lung für eine bestimm­te Aktie beinhal­tet, da hier­für ein Kurs­an­stieg erwar­tet wird. Wie die Bun­des­netz­agen­tur mit­ge­teilt hat, wer­den die­se Wer­be­fa­xe mehr­mals pro Woche ver­sen­det. Dabei wer­den immer aus­län­di­sche Ruf­num­mern als Kon­takt­ruf­num­mern ange­ge­ben. Außer­dem wird auf die Mög­lich­keit zur Abmel­dung des Fax-News­let­ters per E‑Mail bzw. im Inter­net hin­ge­wie­sen. Lei­der sind nach den Anga­ben der betrof­fe­nen Ver­brau­cher die Rück­sen­dung eines Faxes an eine der Kon­takt­ruf­num­mern sowie die Ver­sen­dung einer E‑Mail mit der Anga­be, kei­ne wei­te­ren Faxe erhal­ten zu wol­len, ohne Erfolg geblie­ben. So wur­den die Wer­be-Faxe wei­ter­hin in hoher Stück­zahl zuge­sandt und das häu­fig in der Nacht. Dadurch wur­den ins­be­son­de­re Ver­brau­cher, die nur eine Lei­tung für Tele­fon und Fax­ge­rät nut­zen, durch das Klin­geln mas­siv beläs­tigt.

Uner­wünsch­te Fax-Spam

"Auf­grund neu­er tech­ni­scher Erkennt­nis­se konn­ten wir die jet­zi­ge netz­sei­ti­ge Sper­rung anord­nen. Mit die­ser neu­ar­ti­gen Maß­nah­me wer­den die Ver­brau­cher vor einer mas­si­ven Beläs­ti­gung durch der­ar­ti­ge Wer­be­fa­xe mit Aus­lands­be­zug geschützt", beton­te Mat­thi­as Kurth, Prä­si­dent der Bun­des­netz­agen­tur. Alle deut­schen Netz­be­trei­ber wur­den auf­ge­for­dert, soweit es ihnen tech­nisch mög­lich ist, ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen sowie die Erreich­bar­keit von ins­ge­samt sechs auf den Faxen ange­ge­be­nen aus­län­di­schen Ruf­num­mern zu unter­bin­den.

Die Vor­schrif­ten des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes ermög­li­chen der Bun­des­netz­agen­tur in ers­ter Linie ein Ein­schrei­ten bei rechts­wid­rig genutz­ten natio­na­len Ruf­num­mern. Hier kann die Bun­des­netz­agen­tur unter ande­rem gegen­über dem Netz­be­trei­ber, in des­sen Netz die­se Ruf­num­mer geschal­tet ist, die Abschal­tung der Ruf­num­mer anord­nen. Gegen­über aus­län­di­schen Netz­be­trei­bern ist dies jedoch nicht mög­lich.

Auch in Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen aus­län­di­schen Regu­lie­rungs­be­hör­den konn­te weder der Urhe­ber ermit­telt noch die mas­sen­haf­te Ver­sen­dung der unver­lang­ten Wer­be­fa­xe unter­bun­den wer­den. Die Bun­des­netz­agen­tur hat daher im Rah­men eines Mus­ter­ver­fah­rens die Sper­rung der von den Ruf­num­mern ein­ge­hen­den und der zu die­sen Ruf­num­mern aus­ge­hen­den Ver­bin­dun­gen ange­ord­net. Vor­aus­ge­gan­gen war eine Unter­su­chung, ob eine sol­che Anord­nung tech­nisch umsetz­bar ist. Die Mehr­heit der Netz­be­trei­ber hat sowohl die ein­ge­hen­den Ver­bin­dun­gen von den bekann­ten aus­län­di­schen Ruf­num­mern als auch deren Erreich­bar­keit unter­bun­den.