Unter­brin­gung im psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus im Siche­rungs­ver­fah­ren – und die feh­len­de Antrags­schrift

Im Siche­rungs­ver­fah­ren tritt an die Stel­le einer Ankla­ge­schrift eine Antrags­schrift nach § 414 Abs. 2 StPO.

Unter­brin­gung im psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus im Siche­rungs­ver­fah­ren – und die feh­len­de Antrags­schrift

Sie ist eine Pro­zess­vor­aus­set­zung, die nicht durch eine Ankla­ge­schrift ersetzt wer­den kann 1.

Nach Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens muss das Straf­ver­fah­ren durch­ge­führt wer­den. Stellt sich nach Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens her­aus, dass der ursprüng­li­che Ange­klag­te schuld­un­fä­hig ist, ist ein Über­gang vom Straf­ver­fah­ren zum Siche­rungs­ver­fah­ren aus­ge­schlos­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Juni 2016 – 5 StR 266/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 06.06.2001 – 2 StR 136/​01, BGHSt 47, 52; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 59. Aufl., § 414 Rn. 3[]
  2. Gös­sel in Löwe/​Rosenberg, StPO, 26. Aufl., § 416 Rn. 16[]