Ver­fah­rens­feh­ler beim Rechts­hil­fe­ge­richt im Aus­land

Eine all­ge­mei­ne Zurech­nung des Ver­fah­rens­gangs in Ver­trags­staa­ten der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on unab­hän­gig davon, ob die kon­kret betrof­fe­nen Ver­fah­rens­hand­lun­gen dem jeweils natio­na­len Ver­fah­rens­recht ent­spre­chen oder nicht, ist durch die Kon­ven­ti­on nicht gebo­ten.

Ver­fah­rens­feh­ler beim Rechts­hil­fe­ge­richt im Aus­land

Die Rege­lun­gen der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on schaf­fen kein ein­heit­li­ches Ver­fah­rens­recht der Ver­trags­staa­ten im Ein­zel­nen mit einer unbe­schränk­ten Zurech­nung unab­hän­gig von den natio­na­len Ver­fah­rens­rechts­ord­nun­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. März 2010 – 2 StR 397/​09