Weg in die Selbst­stän­dig­keit: Dar­auf soll­ten Sie achten

Die Selbst­stän­dig­keit ver­spricht für vie­le Men­schen Frei­heit, Unab­hän­gig­keit sowie finan­zi­el­len Wohl­stand. Sich selbst­stän­dig zu machen ist jedoch auch mit viel Arbeit, Enga­ge­ment sowie Auf­op­fe­rung ver­bun­den. Beson­ders in der Anfangs­pha­se kann mit der Selbst­stän­dig­keit auch sehr viel Unsi­cher­heit ein­her­ge­hen. Finan­zi­el­le Rück­la­gen soll­ten unbe­dingt im Vor­feld gebil­det wer­den, um im Fal­le eines Miss­erfol­ges nicht in finan­zi­el­le Not­la­ge zu gera­ten. Wenn Sie eine zün­den­de Idee haben, ger­ne eine Neben­ein­kunft erwirt­schaf­ten möch­ten oder Ihren Traum ver­wirk­li­chen wol­len, kön­nen Sie sich selbst­stän­dig machen. Wor­auf es dabei ankommt und was Sie recht­lich beach­ten müs­sen, erfah­ren Sie im Folgenden.

Weg in die Selbst­stän­dig­keit: Dar­auf soll­ten Sie achten

Wel­che Rechts­form möch­ten Sie annehmen?

Wer ein Unter­neh­men grün­den möch­te , benö­tigt in Deutsch­land eine Rechts­form. Die Band­brei­te ist dabei sehr groß, sodass es zunächst schwer­fal­len kann, sich für das rich­ti­ge Kon­zept zu ent­schei­den. Noch bevor Sie Ihre Gewer­be­an­mel­dung beim Finanz­amt abge­ben kön­nen, müs­sen Sie sich ent­schei­den, ob Sie als GmbH, GbR oder als Ein­zel­un­ter­neh­men auf­tre­ten möch­ten. Die­se Ent­schei­dung soll­ten Sie auf kei­nen Fall leicht­fer­tig tref­fen. Denn dies regelt nicht nur die Finan­zen, son­dern auch die Haf­tung sowie Haf­tungs­be­schrän­kun­gen, eben­so wie den Kapi­tal­be­darf. Zudem müs­sen bestimm­te Rechts­for­men Ihres Unter­neh­mens in das Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den und regel­mä­ßig Bilan­zen vorlegen.

In klei­nen Schrit­ten in die Selbstständigkeit


Die Selbst­stän­dig­keit geht mit hoher finan­zi­el­ler Belas­tung ein­her? Sie sor­gen sich vor dem Auf­ga­ben Ihres Ange­stell­ten­ver­hält­nis­ses? Dann kön­nen Sie das Gelin­gen Ihrer Selbst­stän­dig­keit neben­be­ruf­lich erpro­ben. Dazu mel­den Sie beim Finanz­amt wie zuvor beschrie­ben das Gewer­be an. Nun gilt es mit dem Vor­ge­setz­ten zu bespre­chen, dass Sie ger­ne neben­be­ruf­lich selbst­stän­dig tätig wer­den möch­ten. Hier­bei ist zu beach­ten, dass Ihr Arbeit­ge­ber einer neben­be­ruf­li­chen Tätig­keit zustim­men muss. Sie soll­ten in kei­ner­lei Kon­kur­renz zu Ihrem Unter­neh­men ste­hen.
In der neben­be­ruf­li­chen Selbst­stän­dig­keit kön­nen Sie zunächst von der Klein­un­ter­neh­mer­re­ge­lung pro­fi­tie­ren. Die­se geht mit einer ver­ein­fach­ten Buch­hal­tung sowie der Ver­zicht der Umsatz­steu­er­vor­anmel­dung ein­her. Eben­so pro­fi­tie­ren Sie von güns­ti­ge­ren Prei­sen für Ihre Pri­vat­kun­den, da die Umsatz­steu­er ent­fällt. Sie kön­nen mit einem deut­li­chen Vor­teil in den Wett­be­werb star­ten. Ach­ten Sie jedoch dar­auf, dass Ihre Umsät­ze beschränkt sind. Von der Klein­un­ter­neh­mer­re­ge­lung kann nur Gebrauch machen, wer im Vor­jahr nicht mehr als 22.000 Euro und in dem lau­fen­den Jahr nicht mehr als vor­aus­sicht­lich 50.000 Euro Umsatz machen wird.

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Frei­be­ruf­lich­keit oder Selbstständigkeit?


Bevor Sie ein Unter­neh­men anmel­den, gilt es die Fra­ge zu klä­ren, ob Sie auch frei­be­ruf­lich tätig sein kön­nen. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine Frei­be­ruf­lich­keit sind etwas anders gefasst, als bei der gän­gi­gen Selbst­stän­dig­keit. Zunächst ein­mal müs­sen Sie eine laut § 18 EStG eine wis­sen­schaft­li­che, künst­le­ri­sche, schrift­stel­le­ri­sche, unter­rich­ten­de oder erzie­he­ri­sche Tätig­keit aus­üben. Hier­un­ter fal­len Autor/​innen, Rechts­an­wäl­te, Buch­prü­fer oder auch Tän­ze­rin­nen. Eben­so kön­nen Sie sich auf diver­sen Platt­for­men wie kaufmich.com anmel­den, wel­che eine Ver­mitt­lungs­grund­la­ge für Frau­en mit hei­ßen Hob­bies dar­stellt. Eben­die­se Dienst­leis­tung kann in gewis­sen Zügen auch als frei­be­ruf­lich aner­kannt wer­den. Üben Sie die­se Tätig­keit frei­be­ruf­lich aus, pro­fi­tie­ren Sie von vie­len Vor­tei­len. So müs­sen Sie kei­ne Gewe­be­steu­er zah­len, erspa­ren sich die Bilan­zie­rung eben­so wie die Pflicht­mit­glied­schaft in der IHK oder Hand­werks­kam­mer. Eben­so erhal­ten Sie eine Ermä­ßi­gung in der Sozi­al­ver­si­che­rung. Die Künst­ler­so­zi­al­kas­se bei­spiels­wei­se unter­stützt Künstler/​innen und Publizist/​innen , indem sie gewis­se Antei­le der Kran­ken­ver­si­che­rung übernimmt.

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