Wel­che Vor­tei­le bie­ten Dar­le­hen für Selbstständige?

Sie pla­nen eine Neu­grün­dung und benö­ti­gen neue Arbeits­mit­tel? Oder sol­len Pro­duk­ti­ons­an­la­gen in Ihrem bestehen­den Unter­neh­men moder­ni­siert wer­den? Mit einem Dar­le­hen für Selbst­stän­di­ge kön­nen Sie Ihre Pro­jek­te finan­zie­ren und umsetzen.

Wel­che Vor­tei­le bie­ten Dar­le­hen für Selbstständige?

Was ist ein Unternehmenskredit?

Im Dschun­gel der Unter­neh­mens­kre­di­te kann es schwie­rig sein, die Unter­schie­de zwi­schen den Kre­dit­ar­ten zu bestim­men. Dar­über hin­aus ist die Ver­wen­dung von bestimm­ter Ter­mi­no­lo­gie und Fach­be­grif­fen häu­fig inkon­sis­tent. Bei der Suche nach geeig­ne­ten Unter­neh­mens­kre­di­ten für Inves­ti­ti­ons­pro­jek­te tre­ten ver­schie­de­ne Optio­nen auf: von Kre­dit­li­ni­en über Betriebs­mit­tel­kre­di­te, Inves­ti­ti­ons­kre­di­te, Giro­kon­to­kre­di­te bis hin zu gewerb­li­chen Krediten.

Unter­neh­mens­kre­di­te (auch als Geschäfts­kre­di­te oder Kre­di­te für Selbst­stän­di­ge bezeich­net) wer­den für einen bestimm­ten Zeit­raum von Gläu­bi­gern (Dienst­leis­tern) gegen Zah­lung gewährt. Dies ist eine sehr weit gefass­te Defi­ni­ti­on, die alle Arten von Kre­di­ten bündelt.

Tat­säch­lich hängt die getrenn­te Ver­wen­dung der Begrif­fe „Kre­dit“ und „Dar­le­hen“ nor­ma­ler­wei­se von den Kapi­tal­an­for­de­run­gen ab. Mit ande­ren Wor­ten: Die Lauf­zeit des Kre­dit­ver­trags ist kurz und reicht bis zu fünf Jah­re. Ein gerin­ge­rer Betrag wird gewährt. Es wird all­ge­mein davon aus­ge­gan­gen, dass Dar­le­hen eine lang­fris­ti­ge Finan­zie­rung ab fünf Jah­ren dar­stel­len und der Finan­zie­rungs­be­darf nor­ma­ler­wei­se im sechs­stel­li­gen Bereich liegt.

Was sind die Vor­tei­le der Kre­dit­fi­nan­zie­rung Ihres Unternehmens?

Aus ver­schie­de­nen Grün­den wäh­len Unter­neh­men die Kre­dit­fi­nan­zie­rung als Finan­zie­rungs­art. Geschäfts­kre­di­te bie­ten Ihnen die Mög­lich­keit, die Ent­wick­lung des Unter­neh­mens zu för­dern. Der Kauf von Unter­neh­mens­in­ven­tar wird als Umlauf- oder Anla­ge­ver­mö­gen in die Bilanz auf­ge­nom­men und das Gesamt­ka­pi­tal des Unter­neh­mens erhöht. Die dar­aus resul­tie­ren­den Ver­bind­lich­kei­ten wer­den unter dem Pos­ten „Fremd­ka­pi­tal“ in der Bilanz erfasst. Sie kön­nen Zins­auf­wen­dun­gen auch steu­er­lich abzie­hen und Geschäfts­käu­fe wäh­rend der gesam­ten Nut­zungs­dau­er abschrei­ben. Wei­te­re Vor­tei­le sind:

  • Erhö­hung der Unter­neh­mens­li­qui­di­tät trotz unzu­rei­chen­der Eigenmittel
  • Finan­zie­rung des Umlauf- oder Anlagevermögens
  • posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Schlüs­sel­in­di­ka­to­ren des Unternehmens
  • Erfas­sung von Zins­auf­wen­dun­gen für Steuerzwecke
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Kre­dit­ge­ber wie Ban­ken wer­den jedoch nur unter bestimm­ten Bedin­gun­gen ihre finan­zi­el­le Unter­stüt­zung leis­ten. Um ihre eige­nen Risi­ken auf ein Mini­mum zu beschrän­ken, unter­lie­gen Kre­dit­in­sti­tu­te inter­nen Vor­schrif­ten und Min­dest­an­for­de­run­gen bei der Ver­ga­be von Kre­di­ten. Es ist auch mög­lich, Kre­di­te für neue Unter­neh­men zu bean­tra­gen, die noch kei­ne akti­ve Geschäfts­tä­tig­keit hat­ten und über kei­ne wich­ti­gen Wirt­schafts­da­ten ver­fü­gen. Es ist jedoch zu beach­ten, dass der Zins­satz des Start­kre­dits oder des Start­ka­pi­tals höher sein kann. Die Kre­dit­ge­ber sichern sich so gegen das höhe­re Ausfallrisiko.

Unter­neh­mens­kre­dit bean­tra­gen: Das ist zu beachten

Sie kön­nen Ihre poten­zi­el­len Inves­to­ren mit detail­lier­ten Geschäfts­plä­nen über­zeu­gen. Die­ser ent­hält einen umfas­sen­den Finanz­plan, der die Finan­zie­rung des Unter­neh­mens und den Cash­flow aus Ein­nah­men und Aus­ga­ben zeigt. Dies bedeu­tet auch, dass Sie bereit sind, ein Gespräch mit der Bank zu führen.

Unab­hän­gig davon, wel­ches Pro­jekt Sie umset­zen möch­ten, kön­nen Sie die Finan­zie­rung durch kom­mer­zi­el­le Kre­di­te rea­li­sie­ren. Wis­sen Sie, wie viel der Kre­dit ins­ge­samt kos­ten wird? Und haben Sie sich ein Ziel gesetzt, wie lan­ge der Kre­dit lau­fen soll? Mit die­sen Infor­ma­tio­nen kön­nen Sie Ihre Kre­dit­lö­sung bestimmen.

Betriebs­mit­tel­kre­di­te wer­den nor­ma­ler­wei­se zur Finan­zie­rung des Umlauf­ver­mö­gens ver­wen­det, bei­spiels­wei­se zum Kauf und Ver­kauf von Waren. Hier­für kön­nen Sie das Gut­ha­ben des Unter­neh­mens für Giro­kon­ten ver­wen­den oder die Ver­fü­gung durch das Unter­neh­men. So kön­nen Sie kurz­fris­ti­ge Zah­lungs­eng­päs­se über­brü­cken und Ihre Reak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit bei­be­hal­ten. Wenn Sie die­se Lösung jedoch häu­fi­ger bean­spru­chen wol­len, soll­ten Sie Inves­ti­ti­ons­kre­di­te in Betracht zie­hen. Der Zins­auf­wand für Über­zie­hungs­li­nie ist viel höher und liegt nor­ma­ler­wei­se im zwei­stel­li­gen Bereich. Daher wird der Betriebs­mit­tel­kre­dit nur für kurz­fris­ti­ge Finan­zie­run­gen empfohlen.

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Inves­ti­ti­ons­kre­di­te sind mit­tel- und lang­fris­tig ange­legt, mit fes­ten Lauf­zei­ten und fes­ten Rück­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen. Der Dar­le­hens­be­trag ist eben­falls vor­de­fi­niert. Die Höchst­gren­ze hängt vom jewei­li­gen Kre­dit­in­sti­tut ab. In den meis­ten Fäl­len ist der Zins­satz für die Ver­trags­dau­er fest­ge­legt. So pro­fi­tie­ren Sie von Sicher­heit und einer fes­ten Rechenbasis.

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