Wie­der­ein­set­zung – und Büro­an­ge­stell­te des Rechts­an­walts

Erteilt ein Rechts­an­walt einer bis dahin sorg­fäl­tig arbei­ten­den Büro­an­ge­stell­ten die kon­kre­te Ein­zel­an­wei­sung, einen von ihm unter­zeich­ne­ten Antrag auf Ver­län­ge­rung der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist vor­ab an das Beru­fungs­ge­richt zu faxen, ist es ihm nicht als Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den anzu­rech­nen, wenn die Ange­stell­te die­ser Wei­sung zwar nach­kommt, dabei aber die zusätz­lich bestehen­de, durch die Ein­zel­an­wei­sung nicht außer Kraft gesetz­te all­ge­mei­ne Anwei­sung miss­ach­tet, bei Fax­sen­dun­gen – ins­be­son­de­re bei frist­ge­bun­de­nen Schrift­sät­zen – den Ver­sand des Schrift­stücks abzu­war­ten und den Sen­de­be­richt auf die gelun­ge­ne Über­mitt­lung des Schrift­sat­zes zu über­prü­fen.

Wie­der­ein­set­zung – und Büro­an­ge­stell­te des Rechts­an­walts

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2009 – VIII ZB 97/​08