Zah­lung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – und ihre Anfech­tung in der Arbeit­ge­ber­insol­venz

Die Zah­lung der Arbeit­neh­mer­an­tei­le zu den Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen ist als Rechts­hand­lung des Arbeit­ge­bers im Insol­venz­ver­fah­ren über des­sen Ver­mö­gen als mit­tel­ba­re Zuwen­dung an die Ein­zugs­stel­le anfecht­bar 1.

Zah­lung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge – und ihre Anfech­tung in der Arbeit­ge­ber­insol­venz

Die Zah­lung der Arbeit­neh­mer­an­tei­le auf Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge kann unge­ach­tet der Rege­lung des § 28e Abs. 1 Satz 2 SGB IV als Rechts­hand­lung des Arbeit­ge­bers im Insol­venz­ver­fah­ren über des­sen Ver­mö­gen als mit­tel­ba­re Zuwen­dung an die Ein­zugs­stel­le ange­foch­ten wer­den 2. § 28e Abs. 1 Satz 2 SGB IV steht der Annah­me einer Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung im Sin­ne des § 129 Abs. 1 InsO nicht ent­ge­gen. Der Bun­des­ge­richts­hof hat die­se Recht­spre­chung zwi­schen­zeit­lich bestä­tigt 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. April 2011 – IX ZR 118/​10

  1. Bestä­ti­gung von BGHZ 183, 86; stän­di­ge Recht­spre­chung[]
  2. BGH, Urteil vom 05.11.2009 – IX ZR 233/​08, BGHZ 183, 86 Rn. 13[]
  3. BGH, Urteil vom 30.09.2010 – IX ZR 237/​09, ZIP 2010, 2209[]