Zins­ein­künf­te einer gewerb­lich gepräg­ten US-Part­nership mit inlän­di­schen Gesell­schaf­tern

Zins­er­trä­ge aus der Anla­ge von Miet­ein­nah­men in den USA bele­ge­ner Immo­bi­li­en sind kei­ne Ein­künf­te "jeder ande­ren Art der Nut­zung unbe­weg­li­chen Ver­mö­gens" im Sin­ne von Art. 6 Abs. 3 DBA-USA 1989 a.F.

Zins­ein­künf­te einer gewerb­lich gepräg­ten US-Part­nership mit inlän­di­schen Gesell­schaf­tern

Zins­er­trä­ge, die von einer im Sin­ne von § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG 1990 gewerb­lich gepräg­ten, aber ver­mö­gens­ver­wal­tend täti­gen US-ame­ri­ka­ni­schen Per­so­nen­ge­sell­schaft erzielt wer­den, an der unmit­tel­bar oder mit­tel­bar in Deutsch­land unbe­schränkt steu­er­pflich­ti­ge Per­so­nen betei­ligt sind, unter­lie­gen grund­sätz­lich als Zins­ein­nah­men im Sin­ne von Art. 11 Abs. 1 DBA-USA 1989 a.F. der deut­schen Besteue­rung und nicht als gewerb­li­che Gewin­ne eines Unter­neh­mens im Sin­ne von Art. 7 Abs. 1 DBA-USA 1989 a.F. der US-ame­ri­ka­ni­schen Besteue­rung 1.

Für die Fra­ge, ob ein Abkom­men zur Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung im Sin­ne des § 34c Abs. 6 Satz 3 EStG 1990 die "Dop­pel­be­steue­rung besei­tigt", ist allein auf die Sicht des deut­schen Rechts abzu­stel­len . Eine Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung durch Steu­er­an­rech­nung nach Art. 23 Abs. 2 Buchst. b Dop­pel­buchst. gg DBA-USA 1989 a.F. und Nr. 21 Satz 1 Buchst. a Dop­pel­buchst. aa des Pro­to­kolls zu Art. 23 und 25 DBA-USA 1989 a.F. (i.V.m. § 34c Abs. 6 Satz 2 EStG 1990) erfor­dert im Hin­blick auf die Vor­aus­set­zung, dass "der Kon­flikt sich nicht durch ein Ver­fah­ren nach Art. 25 DBA-USA regeln lässt", grund­sätz­lich ein erfolg­los geblie­be­nes Ver­stän­di­gungs­ver­fah­ren, zumin­dest jedoch, dass im kon­kre­ten Fall die Durch­füh­rung eines Ver­stän­di­gungs­ver­fah­rens durch die zustän­di­gen Behör­den abge­lehnt wor­den ist.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. April 2010 – I R 81/​09

  1. ent­ge­gen BMF-Schrei­ben vom 24. Dezem­ber 1999, BSt­Bl I 1999, 1076 Tz. 1.1.5.1, jetzt BMF-Schrei­ben vom 16. April 2010, BSt­Bl I 2010, 354 Tz. 2.2.1[]