All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und der Streit um ihre Wirk­sam­heit

Strei­tig­kei­ten über die Wirk­sam­keit einer All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung oder einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung nach § 2a Abs. 1 Nr. 5 iVm. § 98 ArbGG sind gemäß § 2a Abs. 2 ArbGG im Beschluss­ver­fah­ren aus­zu­tra­gen.

All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und der Streit um ihre Wirk­sam­heit

Nach § 83 Abs. 1 Satz 1 ArbGG erforscht das Gericht hier­bei den Sach­ver­halt im Rah­men der gestell­ten Anträ­ge von Amts wegen, wobei die am Ver­fah­ren Betei­lig­ten nach § 83 Abs. 1 Satz 2 ArbGG an der Auf­klä­rung des Sach­ver­halts mit­zu­wir­ken haben.

Die­se Grund­sät­ze gel­ten gem. § 98 Abs. 3 Satz 1 ArbGG ent­spre­chend im Ver­fah­ren zur Über­prü­fung der Wirk­sam­keit einer All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung oder Ver­ord­nung 1.

Zu den Betei­lig­ten gehö­ren gem. § 98 Abs. 3 Satz 3 ArbGG der Antrag­stel­ler, die Behör­de, die den Tarif­ver­trag für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt hat , sowie die Tarif­ver­trags­par­tei­en, die den für all­ge­mein­ver­bind­lich erklär­ten Tarif­ver­trag abge­schlos­sen haben, die Betei­lig­ten zu 4. und 6. 2.

Nicht zu betei­li­gen ist hin­ge­gen die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung. Die­se setzt die Bestim­mun­gen über die Bei­trags­pflicht zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung um, ohne über eige­ne Rech­te im Zusam­men­hang mit der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung von Tarif­ver­trä­gen zu ver­fü­gen 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 20. Sep­tem­ber 2017 – 10 ABR 42/​16

  1. BAG 21.09.2016 – 10 ABR 33/​15, Rn. 86 ff., BAGE 156, 213[]
  2. vgl. BAG 21.09.2016 – 10 ABR 33/​15, Rn. 77 ff., BAGE 156, 213[]
  3. vgl. auch BAG 21.09.2016 – 10 ABR 33/​15, Rn. 84, BAGE 156, 213, zu einer gemein­sa­men Ein­rich­tung der Tarif­ver­trags­par­tei­en[]