Arbeits­lohn – un die Verzugszinsen

Der Klä­ger kann nach § 288 Abs. 1, § 286 Abs. 2 Nr. 1 iVm. § 187 Abs. 1 BGB Ver­zugs­zin­sen hin­sicht­lich der gel­tend gemach­ten Ver­gü­tungs­dif­fe­ren­zen erst mit dem Fol­ge­tag der Fäl­lig­keit ver­lan­gen1.

Arbeits­lohn – un die Verzugszinsen

Der Ent­gelt­an­spruch wird nach Ablauf des Monats fäl­lig (§ 611 Abs. 1, § 614 Satz 2 BGB). Der Zeit­punkt der Fäl­lig­keit ver­schiebt sich, soweit die­ser Tag auf einen Sams­tag, Sonn­tag oder Fei­er­tag fällt, nach § 193 BGB auf den nächs­ten Werk­tag2.

Die Arbeit­ge­be­rin befin­det sich erst ab dem jeweils dar­auf­fol­gen­den Tag mit der Zah­lung der Ver­gü­tung im Ver­zug (§ 187 Abs. 1 BGB).

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 9. Dezem­ber 2020 – 10 AZR 335/​20

  1. zB BAG 18.10.2018 – 6 AZR 506/​17, Rn. 39 mwN[]
  2. vgl. BAG 23.03.2010 – 9 AZR 128/​09, Rn. 124, BAGE 134, 1[]