Arbeitsrecht: Warum ein gutes Vertragsmanagement unerlässlich ist

Es ist gewiss nicht einfach, als Arbeitgeber in einem großen Unternehmen stets den Überblick zu behalten. Verliert man jenen, so kann dies in einigen Fällen schwerwiegende Folgen haben. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Arbeitgeber beim Vertragsmanagement schlampt.

Arbeitsrecht: Warum ein gutes Vertragsmanagement unerlässlich ist

Arbeitgeber sollten Vertragsdaten im Auge behalten

Aus einem Arbeitsvertrag ergeben sich bekanntlich die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Jene zu kennen, ist für beide Seiten wichtig. Dies gilt im besonderen Maße für Kündigungen und die im Vertrag festgelegten Kündigungsfristen. Natürlich ist es für Arbeitgeber beinah unmöglich, im Kopf zu behalten, wie lang die befristeten Verträge der Arbeitnehmer noch laufen und welche Fristen einzuhalten wären, wenn man einen Mitarbeiter nicht mehr weiterbeschäftigen will. Welche Kündigungsfristen dabei für den Einzelnen gelten, wird in § 622 BGB genauer beschrieben.

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Vertragsmanagement Software für besseren Überblick

Der Blick in das Gesetzbuch ist jedoch gar nicht notwendig, wenn Sie sich für die Nutzung einer professionellen Vertragsmanagement Software entscheiden. Jene trägt dafür Sorge, dass Sie künftig keine Kündigungsfristen mehr verschlafen und zudem stets sämtliche Daten zu einzelnen Mitarbeitern im Blick haben. Neben Arbeitsverträgen können in den digitalen Akten auch Daten zur Person oder aber zum Beispiel Abmahnungen abgelegt werden. Die Vertragsmanagement Software ersetzt folglich die platzraubenden Personalakten.

Fallbeispiel: Was passiert bei verpasster Frist?

Welche Folgen eine verpasste Frist haben kann, zeigt folgendes Beispiel: Am Tag nach Auslauf eines befristeten Vertragsverhältnisses erscheint der Arbeitnehmer wie gewohnt zur Arbeit. Dort arbeitet er wie zuvor an seinem Arbeitsplatz – und zwar ohne, dass der Arbeitgeber dagegen widerspricht. In einem solchen Fall geht man von der stillschweigenden Verlängerung des Arbeitsverhältnisses aus (s. § 625 BGB), wobei das befristete Arbeitsverhältnis ohne weitere Abrede automatisch in ein unbefristetes übergeht.

Hatte man eigentlich nicht vor, den betreffenden Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, so ist dies aus Arbeitgebersicht natürlich ärgerlich. Nun kann man den Arbeitnehmer nämlich nur noch mit einem wichtigen Grund kündigen. Jener lacht sich im Übrigen gleichzeitig ins Fäustchen – er ist nun schließlich unbefristet im Unternehmen angestellt.

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