Arbeitsunfall – Was Sie dazu wissen sollten

20. März 2017 | Arbeitsrecht, Sozialrecht
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Ein Arbeitsunfall ist ein klassisches Risiko einer Berufstätigkeit. Ein Unfall geschieht schneller als man denkt und viele Arbeitnehmer wissen leider nicht über Ihre Rechte und Zuständigkeiten Bescheid. Dazu ist zunächst einmal die Definition eines Arbeitsunfalls zu klären. Ein Arbeitsunfall wird als plötzliches Ereignis definiert, die einen unerwarteten Personen- oder Sachschaden zufolge hat. Der Umfang eines Arbeitsunfalls wird dabei häufig unterschätzt. Denn als Arbeitsunfall werden nicht nur die Unfälle bezeichnet, die während der Tätigkeiten im Unternehmen erfolgen, sondern auch ein Beinbruch im Sportunterricht oder ein Wegunfall fällt unter die gesetzliche Unfallversicherung. Sogar eine Verletzung im Zuge des Betriebssports oder von Betriebsausflügen fällt unter den Begriff „Arbeitsunfall“. Somit sind alle Unfälle abgedeckt, die infolge einer versicherten Tätigkeit geschehen. Wo Sie Hilfe bei einem Arbeitsunfall bekommen und wie Sie vorgehen sollten erfahren Sie im folgenden Artikel.

Vorgehen nach dem Arbeitsunfall

Das Vorgehen nach einem Arbeitsunfall ist von großer Bedeutung, denn bei einer falschen Vorgehensweise können Versicherungsleistungen verweigert werden. Selbstverständlich steht die Versorgung des Unfallopfers an erster Stelle. Danach sollten die verantwortlichen Personen alarmiert werden und eine umfangreiche Unfalluntersuchung sollte stattfinden. Beweise müssen sichergestellt werden und Zeugen müssen namentlich erfasst werden. Damit das Unfallopfer starke Beweise im Falle eines Rechtsstreit vorlegen kann, sollte nach der Unfalluntersuchung ebenso ein Durchgangsarzt konsultiert werden. So können nicht nur Behandlungsmaßnahmen abgeklärt werden, sondern auch Beweise dokumentiert und gesichert werden. Der Arzt notiert dann genauestens, wie der Unfall entstehen konnte. Notizen eines Hausarztes können in einem Gerichtsverfahren als nicht ausreichend eingestuft werden.

Wichtig ist, dass eine Unfallmeldung bei der Berufsgenossenschaft erfolgt. Das ist jedoch die Aufgabe der Unternehmensleitung. Dennoch sollten Sie als Unfallopfer darauf achten, dass die Meldung ordnungsgemäß erfolgt.

Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall?

Die Voraussetzungen für eine Lohnfortsetzung sind erfüllt, sofern Sie seit mindestens vier Wochen im Betrieb angestellt sind. Ist dies der Fall, müssen Sie im Normalfall nur noch ihre Arbeitsunfähigeitsbescheinigung dem Arbeitgeber vorlegen. Diese Bezahlung erfolgt sechs Wochen lang. Ab der siebten Woche steht der Arbeitsgeber nicht länger in Zahlungspflicht und die zuständige Berufsgenossenschaft übernimmt die Zahlung. Die Zahlung heißt ab diesem Zeitpunkt „Verletztengeld“. Sollten Sie das Anrecht auf Schmerzensgeld haben, dann wenden Sie sich an einen spezialisieren Rechtsanwalt.

Das richtige Vorgehen nach einem Arbeitsunfall ist sehr Wichtig, um rechtliche Streitigkeiten zu vermeiden. Dokumentieren Sie unbedingt alle vorliegenden Beweise und denken Sie daran, dass eine Untersuchung von Ihrem Hausarzt als Beweis nicht ausreicht.

 
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