Arbeits­un­fall – Was Sie dazu wis­sen soll­ten

Ein Arbeits­un­fall ist ein klas­si­sches Risi­ko einer Berufs­tä­tig­keit. Ein Unfall geschieht schnel­ler als man denkt und vie­le Arbeit­neh­mer wis­sen lei­der nicht über Ihre Rech­te und Zustän­dig­kei­ten Bescheid. Dazu ist zunächst ein­mal die Defi­ni­ti­on eines Arbeits­un­falls zu klä­ren. Ein Arbeits­un­fall wird als plötz­li­ches Ereig­nis defi­niert, die einen uner­war­te­ten Per­so­nen- oder Sach­scha­den zufol­ge hat. Der Umfang eines Arbeits­un­falls wird dabei häu­fig unter­schätzt. Denn als Arbeits­un­fall wer­den nicht nur die Unfäl­le bezeich­net, die wäh­rend der Tätig­kei­ten im Unter­neh­men erfol­gen, son­dern auch ein Bein­bruch im Sport­un­ter­richt oder ein Weg­un­fall fällt unter die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung. Sogar eine Ver­let­zung im Zuge des Betriebs­sports oder von Betriebs­aus­flü­gen fällt unter den Begriff „Arbeits­un­fall“. Somit sind alle Unfäl­le abge­deckt, die infol­ge einer ver­si­cher­ten Tätig­keit gesche­hen. Wo Sie Hil­fe bei einem Arbeits­un­fall bekom­men und wie Sie vor­ge­hen soll­ten erfah­ren Sie im fol­gen­den Arti­kel.

Arbeits­un­fall – Was Sie dazu wis­sen soll­ten

Vor­ge­hen nach dem Arbeits­un­fall

Das Vor­ge­hen nach einem Arbeits­un­fall ist von gro­ßer Bedeu­tung, denn bei einer fal­schen Vor­ge­hens­wei­se kön­nen Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen ver­wei­gert wer­den. Selbst­ver­ständ­lich steht die Ver­sor­gung des Unfall­op­fers an ers­ter Stel­le. Danach soll­ten die ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen alar­miert wer­den und eine umfang­rei­che Unfall­un­ter­su­chung soll­te statt­fin­den. Bewei­se müs­sen sicher­ge­stellt wer­den und Zeu­gen müs­sen nament­lich erfasst wer­den. Damit das Unfall­op­fer star­ke Bewei­se im Fal­le eines Rechts­streit vor­le­gen kann, soll­te nach der Unfall­un­ter­su­chung eben­so ein Durch­gangs­arzt kon­sul­tiert wer­den. So kön­nen nicht nur Behand­lungs­maß­nah­men abge­klärt wer­den, son­dern auch Bewei­se doku­men­tiert und gesi­chert wer­den. Der Arzt notiert dann genau­es­tens, wie der Unfall ent­ste­hen konn­te. Noti­zen eines Haus­arz­tes kön­nen in einem Gerichts­ver­fah­ren als nicht aus­rei­chend ein­ge­stuft wer­den.

Wich­tig ist, dass eine Unfall­mel­dung bei der Berufs­ge­nos­sen­schaft erfolgt. Das ist jedoch die Auf­ga­be der Unter­neh­mens­lei­tung. Den­noch soll­ten Sie als Unfall­op­fer dar­auf ach­ten, dass die Mel­dung ord­nungs­ge­mäß erfolgt.

Wer zahlt bei einem Arbeits­un­fall?

Die Vor­aus­set­zun­gen für eine Lohn­fort­set­zung sind erfüllt, sofern Sie seit min­des­tens vier Wochen im Betrieb ange­stellt sind. Ist dies der Fall, müs­sen Sie im Nor­mal­fall nur noch ihre Arbeits­un­fä­hi­geits­be­schei­ni­gung dem Arbeit­ge­ber vor­le­gen. Die­se Bezah­lung erfolgt sechs Wochen lang. Ab der sieb­ten Woche steht der Arbeits­ge­ber nicht län­ger in Zah­lungs­pflicht und die zustän­di­ge Berufs­ge­nos­sen­schaft über­nimmt die Zah­lung. Die Zah­lung heißt ab die­sem Zeit­punkt „Ver­letz­ten­geld“. Soll­ten Sie das Anrecht auf Schmer­zens­geld haben, dann wen­den Sie sich an einen spe­zia­li­sie­ren Rechts­an­walt.

Das rich­ti­ge Vor­ge­hen nach einem Arbeits­un­fall ist sehr Wich­tig, um recht­li­che Strei­tig­kei­ten zu ver­mei­den. Doku­men­tie­ren Sie unbe­dingt alle vor­lie­gen­den Bewei­se und den­ken Sie dar­an, dass eine Unter­su­chung von Ihrem Haus­arzt als Beweis nicht aus­reicht.