Arbeits­zeug­nis – und die Tätig­keits­be­schrei­bung

Die Tätig­keits­be­schrei­bung ist der objek­tivs­te Teil eines Zeug­nis­ses und daher von beson­de­rem Infor­ma­ti­ons­wert für den neu­en Arbeit­ge­ber 1.

Arbeits­zeug­nis – und die Tätig­keits­be­schrei­bung

Bei den Anga­ben zur Art der geschul­de­ten Tätig­keit kann im Zeug­nis auf eine ggf. vor­han­de­ne Stel­len­be­schrei­bung zurück­ge­grif­fen wer­den 2.

Bezieht sich ein Arbeit­neh­mer für die Art der von ihm aus­ge­üb­ten Tätig­kei­ten auf eine vom Arbeit­ge­ber gefer­tig­te Stel­len­be­schrei­bung, bedarf es daher kei­nes wei­te­ren Vor­trags des Arbeit­neh­mers dazu, dass er die­se Tätig­kei­ten auch tat­säch­lich aus­ge­übt hat. Viel­mehr muss der Arbeit­ge­ber im Zeug­nis­be­rich­ti­gungs­pro­zess dar­le­gen, wel­che der in der Stel­len­be­schrei­bung dar­ge­stell­ten, dem Arbeit­neh­mer über­tra­ge­nen Tätig­kei­ten von die­sem tat­säch­lich gar nicht aus­ge­übt wor­den sind.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Urteil vom 7. Novem­ber 2017 – 1 Sa 29/​17

  1. Schleß­mann, Das Arbeits­zeug­nis, 21. Aufl., Rn. 680[][]
  2. Schaub-Linck, Arbeits­rechts­hand­buch, a.a.O., § 147, Rn. 18 m.w.N.[]