Außer­or­dent­li­che Kün­di­gung – wegen per­sön­li­cher Eig­nungs­män­gel

Für die Recht­fer­ti­gung einer außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung auf­grund von Eig­nungs­män­geln in der Per­son des Arbeit­neh­mers müs­sen sich nach dem von § 626 Abs. 1 BGB vor­ge­ge­be­nen recht­li­chen Maß­stab beson­de­re, sein Beschäf­ti­gungs­in­ter­es­se selbst für die ordent­li­che Kün­di­gungs­frist über­wie­gen­de Inter­es­sen des Arbeit­ge­bers fest­stel­len las­sen.

Außer­or­dent­li­che Kün­di­gung – wegen per­sön­li­cher Eig­nungs­män­gel

Nach § 626 Abs. 1 BGB kann das Arbeits­ver­hält­nis aus wich­ti­gem Grund ohne Ein­hal­tung einer Kün­di­gungs­frist gekün­digt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf­grund derer dem Kün­di­gen­den unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls und unter Abwä­gung der Inter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses selbst bis zum Ablauf der Kün­di­gungs­frist nicht zuge­mu­tet wer­den kann.

Die Fra­ge, ob dem Arbeit­ge­ber eine Beschäf­ti­gung des Arbeit­neh­mers noch zumin­dest für den Lauf der ordent­li­chen Kün­di­gungs­frist zumut­bar war, gehört dem­nach zum wich­ti­gen Grund. Für sein Vor­lie­gen trägt der kün­di­gen­de Arbeit­ge­ber die Dar­le­gungs- und Beweis­last 1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 27. Juni 2019 – 2 AZR 28/​19

  1. st. Rspr., zB BAG 17.03.2016 – 2 AZR 110/​15, Rn. 32[]