Bedin­gungs­kon­troll­kla­ge – und die Kla­ge­frist

Nach §§ 21, 17 Satz 2 TzB­fG iVm. § 7 Halbs. 1 KSchG gilt eine auf­lö­sen­de Bedin­gung als zu dem in der schrift­li­chen Unter­rich­tung des Arbeit­neh­mers durch den Arbeit­ge­ber ange­ge­be­nen Zeit­punkt des Ein­tritts der auf­lö­sen­den Bedin­gung als ein­ge­tre­ten, wenn der Arbeit­neh­mer den Nicht­ein­tritt der auf­lö­sen­den Bedin­gung nicht inner­halb der Drei­wo­chen­frist nach §§ 21, 17 Satz 1 und Satz 3, § 15 Abs. 2 TzB­fG gericht­lich gel­tend gemacht hat 1.

Bedin­gungs­kon­troll­kla­ge – und die Kla­ge­frist

Die drei­wö­chi­ge Kla­ge­frist nach §§ 21, 17 Satz 1 TzB­fG beginnt bei Bedin­gungs­kon­troll­kla­gen grund­sätz­lich mit dem Tag, an dem die auf­lö­sen­de Bedin­gung ein­ge­tre­ten ist. Aller­dings endet der auf­lö­send beding­te Arbeits­ver­trag nach §§ 21, 15 Abs. 2 TzB­fG frü­hes­tens zwei Wochen nach Zugang der schrift­li­chen Unter­rich­tung des Arbeit­neh­mers durch den Arbeit­ge­ber über den Ein­tritt der Bedin­gung. Des­halb wird gemäß §§ 21, 17 Satz 1 und Satz 3, § 15 Abs. 2 TzB­fG die Kla­ge­frist erst mit dem Zugang der schrift­li­chen Erklä­rung des Arbeit­ge­bers, das Arbeits­ver­hält­nis sei auf­grund des Ein­tritts der Bedin­gung been­det, in Lauf gesetzt, wenn die Bedin­gung bereits vor Ablauf der Zwei­wo­chen­frist ein­ge­tre­ten ist 2.

Ist strei­tig, ob die auf­lö­sen­de Bedin­gung ein­ge­tre­ten ist, beginnt die Drei­wo­chen­frist grund­sätz­lich zu dem vom Arbeit­ge­ber in dem Unter­rich­tungs­schrei­ben ange­ge­be­nen Zeit­punkt des Bedin­gungs­ein­tritts zu lau­fen. Geht dem Arbeit­neh­mer das Unter­rich­tungs­schrei­ben des Arbeit­ge­bers erst nach die­sem Zeit­punkt zu, beginnt die drei­wö­chi­ge Kla­ge­frist erst mit dem Zugang des Unter­rich­tungs­schrei­bens 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 21. Novem­ber 2018 – 7 AZR 394/​17

  1. BAG 20.06.2018 – 7 AZR 689/​16, Rn. 38 mwN[]
  2. st. Rspr., vgl. BAG 20.06.2018 – 7 AZR 689/​16, Rn. 39 mwN[]
  3. BAG 4.11.2015 – 7 AZR 851/​13, Rn. 27[]