Befris­tung nach dem WissZeitVG – und der betrieb­li­che Anwen­dungs­be­reich

Der betrieb­li­che Gel­tungs­be­reich von § 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG ist eröff­net, wenn es sich um den Abschluss eines Arbeits­ver­trags für eine bestimm­te Zeit an einer Ein­rich­tung des Bil­dungs­we­sens han­delt, die nach Lan­des­recht eine staat­li­che Hoch­schu­le ist.

Befris­tung nach dem WissZeitVG – und der betrieb­li­che Anwen­dungs­be­reich

So auch im hier ent­schie­de­nen Fall: Gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 2 LHG M‑V vom 05.07.2002 ist die Uni­ver­si­tät Ros­tock eine staat­li­che Hoch­schu­le des Lan­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Vor­aus­set­zung für die Anwend­bar­keit von § 2 WissZeitVG auf befris­te­te Arbeits­ver­trä­ge ist nicht, dass die staat­li­che Hoch­schu­le Ver­trags­ar­beit­ge­ber ist. Das beklag­te Land kann als Trä­ger der Hoch­schu­le von den Mög­lich­kei­ten des WissZeitVG zur Befris­tung von Arbeits­ver­trä­gen mit wis­sen­schaft­li­chem Per­so­nal Gebrauch machen1.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 30. August 2017 – 7 AZR 524/​15

  1. BAG 20.04.2016 – 7 AZR 657/​14, Rn. 15; 29.04.2015 – 7 AZR 519/​13, Rn. 16; 1.06.2011 – 7 AZR 827/​09, Rn. 18, BAGE 138, 91 []