Befris­tungs­kon­troll­kla­ge – und wei­te­re Grün­de für die Unwirk­sam­keit der Befris­tung

Hat der Arbeit­neh­mer inner­halb der drei­wö­chi­gen Kla­ge­frist des § 17 Satz 1 TzB­fG Befris­tungs­kon­troll­kla­ge erho­ben, kann er die Unwirk­sam­keit der Befris­tung aus ande­ren Grün­den als den­je­ni­gen, die er inner­halb der Kla­ge­frist benannt hat, nach § 17 Satz 2 TzB­fG, § 6 Satz 1 KSchG bis zum Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung ers­ter Instanz gel­tend machen.

Befris­tungs­kon­troll­kla­ge – und wei­te­re Grün­de für die Unwirk­sam­keit der Befris­tung

Hier­auf soll ihn das Arbeits­ge­richt nach § 17 Satz 2 TzB­fG, § 6 Satz 2 KSchG hin­wei­sen. Hat das Arbeits­ge­richt einen Hin­weis unter­las­sen, kann der Arbeit­neh­mer den erst­in­stanz­lich nicht gel­tend gemach­ten Unwirk­sam­keits­grund auch noch in das Beru­fungs­ver­fah­ren ein­füh­ren 1.

Danach hät­te der Arbeit­neh­mer die feh­len­de Schrift­form für die Befris­tung spä­tes­tens in der Beru­fungs­in­stanz gel­tend machen müs­sen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 30. August 2017 – 7 AZR 440/​16

  1. grund­le­gend BAG 4.05.2011 – 7 AZR 252/​10, Rn. 16 ff., BAGE 138, 9[]