Befris­tungs­kon­troll­kla­ge – und das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se

Für einen Befris­tungs­kon­troll­an­trag nach § 17 Satz 1 TzB­fG bedarf es kei­nes beson­de­ren Fest­stel­lungs­in­ter­es­ses1.

Befris­tungs­kon­troll­kla­ge – und das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se

Ein wei­ter­ge­hen­der Kla­ge­an­trag, mit dem fest­ge­stellt wer­den soll, dass das Arbeits­ver­hält­nis als unbe­fris­te­tes Arbeits­ver­hält­nis über das Befris­tungs­en­de hin­aus fort­be­steht, hat kei­ne eigen­stän­di­ge Bedeu­tung im Sin­ne einer all­ge­mei­nen Fest­stel­lung­kla­ge iSv. § 256 Abs. 1 ZPO, die ein beson­de­res Fest­stel­lungs­in­ter­es­se vor­aus­setz­te.

Dar­an fehl­te es, wenn kei­ne wei­te­ren Been­di­gungs­tat­be­stän­de im Streit sind. Der Arbeit­neh­mer ver­folgt daher mit die­sem Kla­ge­an­trag kein von der Befris­tungs­kon­trol­le getrenn­tes Kla­ge­be­geh­ren, son­dern bezeich­net ledig­lich die Rechts­fol­ge, die sich bei einer unwirk­sa­men Befris­tung sei­nes Arbeits­ver­hält­nis­ses ergibt.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 26. Okto­ber 2016 – 7 AZR 135/​15

  1. BAG 24.06.2015 – 7 AZR 541/​13, Rn. 18; 15.05.2012 – 7 AZR 6/​11, Rn. 9