Betei­lig­te an einem arbeits­ge­richt­li­chen Beschluss­ver­fah­ren – und die spä­ter bei­tre­ten­de wei­te­re Antrag­stel­le­rin

Nach § 83 Abs. 3 ArbGG sind in einem Beschluss­ver­fah­ren neben dem Antrag­stel­ler die­je­ni­gen Stel­len anzu­hö­ren, die nach dem Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz im ein­zel­nen Fall betei­ligt sind. Betei­ligt in Ange­le­gen­hei­ten des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes ist jede Stel­le, die durch die begehr­te Ent­schei­dung in ihrer betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Rechts­stel­lung unmit­tel­bar betrof­fen ist1.

Betei­lig­te an einem arbeits­ge­richt­li­chen Beschluss­ver­fah­ren – und die spä­ter bei­tre­ten­de wei­te­re Antrag­stel­le­rin

Tritt eine in ers­ter Instanz im Beschluss­ver­fah­ren nicht betei­lig­te Per­son oder Stel­le erst in der Beschwer­de­instanz dem Ver­fah­ren als Antrag­stel­ler bei, liegt dar­in eine (sub­jek­ti­ve) Antrags­än­de­rung2, deren Zuläs­sig­keit sich nach § 81 Abs. 3 ArbGG iVm. § 533 ZPO bestimmt3. Sie setzt damit vor­aus, dass die ande­ren Betei­lig­ten der Antrags­än­de­rung zustim­men oder das Gericht die Ände­rung für sach­dien­lich hält.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 20. Febru­ar 2019 – 7 ABR 40/​17

  1. vgl. etwa BAG 26.09.2018 – 7 ABR 77/​16, Rn. 11
  2. vgl. BAG 31.01.1989 – 1 ABR 60/​87, zu B II 2 b der Grün­de; 16.12 1986 – 1 ABR 35/​85, zu B I 3 der Grün­de, BAGE 54, 36
  3. vgl. BAG 9.09.2015 – 7 ABR 69/​13, Rn. 36 f. mwN