Betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen – und die Sozi­al­aus­wahl zwi­schen Teil­zeit- und Voll­zeit­be­schäf­ti­gen

Eine Sozi­al­aus­wahl zwi­schen Arbeit­neh­mern in Teil­zeit und sol­chen, die in Voll­zeit beschäf­tigt sind, kann aus­ge­schlos­sen sein, wenn der Arbeit­ge­ber auf der Grund­la­ge eines nach­voll­zieh­ba­ren unter­neh­me­ri­schen Kon­zepts bestimm­ten Tätig­kei­ten bestimm­te Arbeits­zei­ten zuord­net 1.

Betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen – und die Sozi­al­aus­wahl zwi­schen Teil­zeit- und Voll­zeit­be­schäf­ti­gen

Ent­spre­chen­des gilt für eine Sozi­al­aus­wahl unter Teil­zeit­kräf­ten mit unter­schied­li­chen Arbeits­zeit­de­pu­ta­ten 2.

Arbeit­neh­mer, die auf­grund sol­cher Orga­ni­sa­ti­ons­ent­schei­dun­gen unter­schied­lich lan­ge Wochen­ar­beits­zei­ten haben, die nur durch Ände­rungs­kün­di­gun­gen ange­passt wer­den könn­ten, sind nicht aus­tausch­bar und damit nicht mit­ein­an­der ver­gleich­bar iSv. § 1 Abs. 3 KSchG.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 20. Novem­ber 2014 – 2 AZR 512/​13

  1. BAG 3.12 1998 – 2 AZR 341/​98, zu II 4 der Grün­de, BAGE 90, 236[]
  2. BAG 15.07.2004 – 2 AZR 376/​03, zu C III 2 der Grün­de, BAGE 111, 229[]