Betriebs­rat – und die Art und Wei­se sei­ner inter­nen Wil­lens­bil­dung

Nach der Kon­zep­ti­on des BetrVG steht dem ein­zel­nen Betriebs­rats­mit­glied ersicht­lich kei­ne betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Rechts­po­si­ti­on zu, auf­grund derer er vom Betriebs­rat ein kon­kret beschrie­be­nes Ver­fah­ren zur Fest­stel­lung einer Mehr­heit im Sin­ne des § 33 Abs. 1 Satz 1 BetrVG ver­lan­gen kann.

Betriebs­rat – und die Art und Wei­se sei­ner inter­nen Wil­lens­bil­dung

Der Betriebs­rat han­delt nach den Bestim­mun­gen des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes als Kol­le­gi­al­or­gan. Die Beschluss­fas­sung nach § 33 Abs. 1 BetrVG dient der förm­li­chen inter­nen Wil­lens­bil­dung des Betriebs­rats 1.

Die Lei­tung der Sit­zung erfolgt durch den Vor­sit­zen­den, der auch das Ver­fah­ren über die Beschluss­fas­sung lei­tet und des­sen Ergeb­nis fest­hält. Soweit die Moda­li­tä­ten des Ver­fah­rens bei der Durch­füh­rung von Beschluss­fas­sun­gen fest­ge­legt wer­den kön­nen, obliegt dies zunächst durch den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den als Sit­zungs­lei­ter oder ggf. durch den Betriebs­rat als Organ. Ein bestimm­tes Abstim­mungs­pro­ze­de­re sieht das Betriebs­ver­fas­sungs­ge­setz dage­gen nicht vor.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 7. Juni 2016 – 1 ABR 30/​14

  1. BAG 9.12 2014 – 1 ABR 19/​13, Rn. 15, BAGE 150, 132[]