Betriebs­rats­wahl – und die Anfech­tungs­be­rech­ti­gung

Nach § 19 Abs. 2 Satz 1 BetrVG sind zur Anfech­tung berech­tigt min­des­tens drei Wahl­be­rech­tig­te, eine im Betrieb ver­tre­te­ne Gewerk­schaft oder "der Arbeit­ge­ber".

Betriebs­rats­wahl – und die Anfech­tungs­be­rech­ti­gung

Eine aus­drück­li­che Rege­lung dazu, wer im Fal­le eines Gemein­schafts­be­triebs meh­re­rer Arbeit­ge­ber für die Unter­neh­mer­sei­te zur Wahl­an­fech­tung berech­tigt ist, sieht das Gesetz nicht vor 1.

Nicht anfech­tungs­be­rech­tigt ist hin­ge­gen, wer nicht als Rechts­trä­ger in einer unmit­tel­ba­ren Rechts­be­zie­hung zu dem Betriebs­rat steht 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 23. Novem­ber 2016 – 7 ABR 3/​15

  1. für eine nur gemein­sa­me Berech­ti­gung zur Anfech­tung: LAG Nie­der­sach­sen 14.01.2016 – 5 TaBV 33/​15, zu II A 3 a und b der Grün­de; Fit­ting 28. Aufl. § 19 Rn. 32; Kreutz GK-BetrVG 10. Aufl. § 19 Rn. 74; DKKW/​Homburg 15. Aufl. § 19 Rn. 28; ErfK/​Koch 17. Aufl. § 19 BetrVG Rn. 11; Bonanni/​Mückl BB 2010, 437, 440; offen­ge­las­sen BAG 10.11.2004 – 7 ABR 17/​04, zu B I 1 a der Grün­de[]
  2. vgl. BAG 28.11.1977 – 1 ABR 36/​76, zu II 2 a der Grün­de, BAGE 29, 392[]