Betriebs­rats­wahl – und die frist­los gekün­dig­ten Mit­ar­bei­ter

Nach § 7 Satz 1 BetrVG sind die betriebs­an­ge­hö­ri­gen Arbeit­neh­mer wahl­be­rech­tigt.

Betriebs­rats­wahl – und die frist­los gekün­dig­ten Mit­ar­bei­ter

Arbeit­neh­mer ist, wer auf­grund eines pri­vat­recht­li­chen Ver­trags im Diens­te eines ande­ren zur Leis­tung wei­sungs­ge­bun­de­ner, fremd­be­stimm­ter Arbeit in per­sön­li­cher Abhän­gig­keit ver­pflich­tet ist.

Die betriebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Zuord­nung zu dem Betrieb setzt vor­aus, dass der Arbeit­neh­mer in die Betriebs­or­ga­ni­sa­ti­on des Arbeit­ge­bers ein­ge­glie­dert ist 1.

Hier fehl­te es sowohl an einer Ver­trags­bin­dung der frist­los gekün­dig­ten Arbeit­neh­mer zur Arbeit­ge­be­rin als auch an einer Ein­glie­de­rung in deren Betrieb. Mit Zugang der frist­lo­sen Kün­di­gung ende­ten nicht nur die arbeits­ver­trag­li­chen Bezie­hun­gen. Die Arbeit­neh­mer waren danach auch nicht mehr in den Betrieb ein­ge­glie­dert. Nach den nicht ange­grif­fe­nen Fest­stel­lun­gen des Arbeits­ge­richts hat­ten die frist­los gekün­dig­ten Arbeit­neh­mer zum Zeit­punkt der Wahl auch kei­ne vor­läu­fi­ge Wei­ter­be­schäf­ti­gung durch­ge­setzt.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 25. Okto­ber 2017 – 7 ABR 10/​16

  1. vgl. BAG 18.01.2017 – 7 ABR 60/​15, Rn. 24; 4.11.2015 – 7 ABR 42/​13, Rn. 28, BAGE 153, 171; 5.12 2012 – 7 ABR 48/​11, Rn. 18 mwN, BAGE 144, 74[]