Betriebs­über­gang – und die bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­se

Im Fall eines Betriebs­über­gangs nach § 613 a Abs. 1 Satz 1 BGB tritt der neue Inha­ber in die Rech­te und Pflich­ten aus den im Zeit­punkt des Über­gangs bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­sen ein.

Betriebs­über­gang – und die bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­se

§ 613a Abs. 1 Satz 1 BGB bewirkt, dass im Fall eines Betriebs­über­gangs der neue Inha­ber in die Rech­te und Pflich­ten aus den im Zeit­punkt des Über­gangs bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­sen ein­tritt; in die­sem Fall fin­det kraft Geset­zes „auto­ma­tisch“ ein Arbeit­ge­ber­wech­sel statt [1]. § 613a Abs. 1 BGB dient im Zusam­men­wir­ken mit der in § 613a Abs. 4 Satz 1 BGB getrof­fe­nen Rege­lung, wonach Kün­di­gun­gen unwirk­sam sind, die der bis­he­ri­ge Arbeit­ge­ber oder der neue Inha­ber wegen des Betriebs­über­gangs aus­spricht, dem arbeits­recht­li­chen Bestands­schutz [2]. Die Kon­ti­nui­tät der im Rah­men einer wirt­schaft­li­chen Ein­heit bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis­se soll unab­hän­gig von einem Inha­ber­wech­sel sicher­ge­stellt wer­den [3].

Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Urteil vom 5. Febru­ar 2018 – 8 Sa 911/​17 [4]

  1. BAG 19.11.2015 – 8 AZR 773/​14 16; vgl. ua. EuGH 24.01.2002 – C‑51/​00 – [Tem­co] Rn. 35, Slg. 2002, I‑969[]
  2. vgl. etwa BAG 20.03.2003 – 8 AZR 97/​02 17[]
  3. vgl. EuGH 29.07.2010 – C‑151/​09 – [UGT-FSP] Rn. 22 mwN, Slg. 2010, I‑7591; 18.03.1986 – 24/​85 – [Spi­j­kers] Rn. 11, Slg. 1986, 1119[]
  4. nicht rkr: Bun­des­ar­beits­ge­richt -8 AZR 228/​18[]