Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruch – und die neue Stel­len­aus­schrei­bung

Durch die Neu­aus­schrei­bung der Stel­le kann der Beset­zungs­an­spruch der Bewer­be­rin unter­ge­gan­gen sein. Denn mit der Neu­aus­schrei­bung einer Stel­le wird ein neu­es Aus­wahl­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, was zugleich den Abbruch des noch lau­fen­den frü­he­ren Stel­len­be­set­zungs­ver­fah­rens zur Fol­ge hat 1.

Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruch – und die neue Stel­len­aus­schrei­bung

Der Abbruch des Beset­zungs­ver­fah­rens besei­tigt die Ansprü­che eines Stel­len­be­wer­bers aus Art. 33 Abs. 2 GG jedoch nur dann, wenn der Abbruch aus sach­li­chen Grün­den erfolg­te.

Die kon­kre­te Stel­len­aus­schrei­bung dient der ver­fah­rens­mä­ßi­gen Absi­che­rung des Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruchs poten­zi­el­ler Bewer­ber. Aus die­sem Grund darf das Aus­wahl­ver­fah­ren nur aus sach­li­chen Grün­den abge­bro­chen wer­den 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 12. April 2016 – 9 AZR 673/​14

  1. BAG 24.03.2009 – 9 AZR 277/​08, Rn. 21, BAGE 130, 107[]
  2. BAG 24.03.2009 – 9 AZR 277/​08, Rn. 23, aaO[]