Bewusst wahr­heits­wid­ri­ge Erklä­run­gen im Kün­di­gungs­schutz­pro­zess

Bewusst wahr­heits­wid­ri­ge Erklä­run­gen, die ein Arbeit­neh­mer in einem Rechts­streit mit sei­nem Arbeit­ge­ber abgibt, weil er befürch­tet, mit wahr­heits­ge­mä­ßen Anga­ben den Pro­zess nicht gewin­nen zu kön­nen, kön­nen geeig­net sein, eine frist­lo­se Kün­di­gung zu recht­fer­ti­gen 1.

Bewusst wahr­heits­wid­ri­ge Erklä­run­gen im Kün­di­gungs­schutz­pro­zess

Dabei kommt es nicht ent­schei­dend auf die straf­recht­li­che Ein­ord­nung an; ein Arbeit­neh­mer, der bewusst falsch vor­trägt, um sich einen Vor­teil im Rechts­streit mit sei­nem Arbeit­ge­ber zu ver­schaf­fen, ver­letzt in erheb­li­cher Wei­se sei­ne nach § 241 Abs. 2 BGB bestehen­de Pflicht zur Rück­sicht­nah­me auf die Inter­es­sen des Arbeit­ge­bers 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. Okto­ber 2014 – 2 AZR 644/​13

  1. BAG 8.11.2007 – 2 AZR 528/​06, Rn. 17[]
  2. vgl. BAG 8.11.2007 – 2 AZR 528/​06 – aaO[]