Das Bun­des­ar­beits­ge­richt – und die Anfor­de­run­gen an die Revi­si­ons­be­grün­dung

Nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 1 ZPO muss der Revi­si­ons­klä­ger die Revi­si­on begrün­den. Die Begrün­dung muss nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ZPO die­je­ni­gen Umstän­de bezeich­nen, aus denen sich die Rechts­ver­let­zung erge­ben soll.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt – und die Anfor­de­run­gen an die Revi­si­ons­be­grün­dung

Dies erfor­dert die kon­kre­te Dar­le­gung der Grün­de, aus denen das ange­foch­te­ne Urteil rechts­feh­ler­haft sein soll. Die Revi­si­ons­be­grün­dung muss den ange­nom­me­nen Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts so auf­zei­gen, dass Gegen­stand und Rich­tung des Revi­si­ons­an­griffs erkenn­bar sind. Die Revi­si­ons­be­grün­dung hat sich des­halb mit den tra­gen­den Grün­den des ange­foch­te­nen Urteils aus­ein­an­der­zu­set­zen 1.

Hat das Beru­fungs­ge­richt sei­ne Ent­schei­dung auf meh­re­re von­ein­an­der unab­hän­gi­ge, selb­stän­dig tra­gen­de recht­li­che Erwä­gun­gen gestützt, muss die Revi­si­ons­be­grün­dung jede von ihnen angrei­fen. Die Revi­si­ons­be­grün­dung muss, ihre Berech­ti­gung unter­stellt, geeig­net sein, die Ent­schei­dung ins­ge­samt infra­ge zu stel­len. Setzt sich die Revi­si­ons­be­grün­dung mit einer der selb­stän­dig tra­gen­den Erwä­gun­gen nicht aus­ein­an­der, ist das Rechts­mit­tel ins­ge­samt unzu­läs­sig 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 29. August 2018 – 7 AZR 144/​17

  1. vgl. zur st. Rspr. BAG 30.08.2017 – 7 AZR 864/​15, Rn. 12, BAGE 160, 133[]
  2. vgl. zur st. Rspr. BAG 19.03.2008 – 5 AZR 442/​07, Rn. 14 ff.; 16.05.2007 – 7 ABR 45/​06, Rn. 13, BAGE 122, 293; 15.11.2006 – 7 ABR 6/​06, Rn. 14[]