Das Bun­des­ar­beits­ge­richt im Jahr 2014

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat einen Über­blick über sei­ne Tätig­keit im ver­gan­ge­nen Jahr 2014 vor­ge­legt.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt im Jahr 2014

Hier­nach gin­gen im ver­gan­ge­nen Geschäfts­jahr 2014 beim Bun­des­ar­beits­ge­richt 2.332 Sachen ein, 352 weni­ger als im Vor­jahr. Von den Ein­gän­gen waren 39 % Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den in Beschluss­ver­fah­ren (909 Ver­fah­ren) und 53,1 % Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den (1.237 Ver­fah­ren). Hin­zu kamen 127 Revi­si­ons- bzw. Rechts­be­schwer­den in Beschwer­de­ver­fah­ren, 56 Anträ­ge auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe außer­halb eines anhän­gi­gen Ver­fah­rens sowie drei sons­ti­ge Ver­fah­ren. Die Zahl der Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den in Beschluss­ver­fah­ren ist um 16,9 % zurück­ge­gan­gen. Auch die Zahl der Ein­gän­ge bei den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den hat sich um 16,5 % ver­rin­gert.

Erle­digt wur­den vom Bun­des­ar­beits­ge­richt 2.644 Ver­fah­ren, im Vor­jahr 2013 waren es 2.650 Sachen. Es han­del­te sich um 1.189 (2013: 1.034) oder 45 % Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den in Beschluss­ver­fah­ren sowie 1.262 (2013: 1.538) oder 47,7 % Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den. Dane­ben wur­den noch 145 Revi­si­ons- bzw. Rechts­be­schwer­den in Beschwer­de­ver­fah­ren, 43 Anträ­ge auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe außer­halb eines anhän­gi­gen Ver­fah­rens sowie fünf sons­ti­ge Ver­fah­ren erle­digt.

Zum Jah­res­en­de waren beim Bun­des­ar­beits­ge­richt noch 1.602 Sachen anhän­gig (2013: 1.911); davon sind 1.160 Revi­sio­nen (2013: 1.415).

Die durch­schnitt­li­che Ver­fah­rens­dau­er aller erle­dig­ten Ver­fah­ren belief sich beim Bun­des­ar­beits­ge­richt auf neun Mona­te elf Tage.

Jahr Ein­gän­ge Anhän­gig
am Jah­res­en­de
2014 2.332 1.602
2013 2.684 1.911
2012 4.082 1.883
2011 3.421 2.099
2010 2.471 1.511

Von den erle­dig­ten Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den hat­ten unter Berück­sich­ti­gung der Zurück­ver­wei­sun­gen 170 Erfolg, das ent­spricht einer Erfolgs­quo­te von 14,3 % gegen­über 21,2 % (219 Sachen) im Jahr 2013. Von den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den waren 94 Beschwer­den (7,5 % – im Vor­jahr 88 ent­spre­chend 5,7 %) erfolg­reich.

Jahr Ein­gän­ge Erle­di­gun­gen Bestand
Been­di­gung von Arbeits­ver­hält­nis­sen [1] 25,43% 35,86% 15,17%
593 948 243
Arbeits­ent­gelt 15,35% 12,03% 14,73%
358 318 236
Tarif­ver­trags­recht [2] 12,91% 13,88% 19,23%
301 367 308
Betriebs­ver­fas­sung und Per­so­nal­ver­tre­tung 12,05% 5,56% 14,86%
281 147 238
Ruhe­geld [3] und Alters­teil­zeit 6,65% 7,75% 9,36%
155 205 150
Sons­ti­ge Ver­fah­ren 27,61% 24,92% 26,65%
644 659 427
  1. Kün­di­gun­gen, befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis­se; ohne Kün­di­gun­gen nach § 613a BGB[]
  2. ein­schließ­lich Tarif­ver­trags­aus­le­gung und Ein­grup­pie­rung[]
  3. ein­schließ­lich Vor­ru­he­stand[]