Das nur zur Kla­ge­än­de­rung ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel

Das Rechts­mit­tel der Revi­si­on ist nur zuläs­sig, wenn der Rechts­mit­tel­klä­ger mit ihr die Besei­ti­gung einer in dem ange­foch­te­nen Urteil lie­gen­den Beschwer erstrebt.

Das nur zur Kla­ge­än­de­rung ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel

Ein Rechts­mit­tel ist unzu­läs­sig, wenn es den in der Vor­in­stanz erho­be­nen Kla­ge­an­spruch nicht wenigs­tens teil­wei­se wei­ter­ver­folgt, also – im Fal­le einer vor­in­stanz­li­chen Kla­ge­ab­wei­sung – deren Rich­tig­keit gar nicht in Fra­ge stellt, son­dern ledig­lich im Wege der Kla­ge­än­de­rung einen neu­en, bis­lang nicht gel­tend gemach­ten Anspruch zur Ent­schei­dung stellt.

Die Erwei­te­rung oder Ände­rung der Kla­ge kann nicht allei­ni­ges Ziel des Rechts­mit­tels sein; viel­mehr setzt ein der­ar­ti­ges Pro­zess­ziel ein zuläs­si­ges Rechts­mit­tel vor­aus 1.

Greift der Rechts­mit­tel­füh­rer das Beru­fungs­ur­teil zumin­dest teil­wei­se an und erwei­tert er sei­ne Kla­ge in der Revi­si­ons­in­stanz um einen zusätz­li­chen Antrag, ist das Rechts­mit­tel nicht man­gels Beschwer unzu­läs­sig.

Eine Kla­ge­er­wei­te­rung in der Revi­si­on ist zwar in der Regel aus­ge­schlos­sen, sie kann aber in Aus­nah­me­fäl­len zuläs­sig sein 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 29. August 2018 – 7 AZR 206/​17

  1. vgl. BAG 17.01.2007 – 7 AZR 20/​06, Rn. 12, BAGE 121, 18; BGH 16.09.2008 – IX ZR 172/​07, Rn. 5[]
  2. vgl. etwa BAG 22.10.2014 – 5 AZR 731/​12, Rn. 36, BAGE 149, 343; 28.05.2014 – 5 AZR 794/​12, Rn. 14; 26.06.2013 – 5 AZR 428/​12, Rn. 18[]