Der Anspruch eines Betriebs­rats­mit­glieds auf Ver­gü­tungs­an­pas­sung – und sei­ne Ver­jäh­rung

Aus § 37 Abs. 4 BetrVG resul­tie­ren­de Ansprü­che auf Gehalts­an­pas­sung beru­hen auf § 611 BGB (seit dem 1.04.2017 § 611a Abs. 2 BGB) und dem Arbeits­ver­trag1. Es han­delt sich daher um Ver­gü­tungs­an­sprü­che aus dem Arbeits­ver­hält­nis.

Der Anspruch eines Betriebs­rats­mit­glieds auf Ver­gü­tungs­an­pas­sung – und sei­ne Ver­jäh­rung

Man­gels Ein­grei­fens der beson­de­ren Tat­be­stän­de der §§ 196, 197 BGB unter­lie­gen die­se der regel­mä­ßi­gen Ver­jäh­rungs­frist von drei Jah­ren nach § 195 BGB. Die Ver­jäh­rungs­frist beginnt nach § 199 Abs. 1 BGB frü­hes­tens mit dem Schluss des jewei­li­gen Jah­res.

Dage­gen spielt es für die Fra­ge der Ver­jäh­rung von Ver­gü­tungs­er­hö­hungs­an­sprü­chen des Betriebs­rats­mit­glieds kei­ne Rol­le, dass deren Grund­la­gen durch eine ggf. bereits in ver­jähr­ter Zeit erfolg­te Erhö­hung der Ver­gü­tung der Ver­gleichs­per­so­nen gelegt wur­den, ohne dass das Betriebs­rats­mit­glied für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me ent­spre­chen­de Anpas­sungs­an­sprü­che gel­tend gemacht hat.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 21. Febru­ar 2018 – 7 AZR 496/​16

  1. BAG 19.01.2005 – 7 AZR 208/​04, zu IV 1 a der Grün­de []