Der frie­ren­de Ber­li­ner Wach­po­li­zist

Ein Wach­po­li­zist im Dienst des Lan­des Ber­lin ist mit der zur Ver­fü­gung gestell­ten Klei­dung aus­rei­chend gegen die Ein­wir­kun­gen der Käl­te geschützt.

Der frie­ren­de Ber­li­ner Wach­po­li­zist

Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Wach­po­lis­ten abge­wie­sen, der wei­te­re wär­men­de Dienst­klei­dung vom Land Ber­lin begehrt hat. Der Wach­po­li­zist wur­de im Objekt­schutz ein­ge­setzt und hat­te sei­nen Dienst im so genann­ten "2 zu 1‑Rhythmus" (zwei Stun­den Ein­satz, eine Stun­de Auf­wärm­zeit im Innern des Objekts) zu ver­se­hen; er konn­te fer­ner wäh­rend des Ein­sat­zes ein Pos­ten­häus­chen auf­su­chen. Mit sei­ner Kla­ge hat er gel­tend gemacht, die ihm vom Land Ber­lin über­las­se­ne Win­ter­aus­rüs­tung schüt­ze ihn nur unzu­rei­chend vor Käl­te; ihm müs­se daher zusätz­lich ein Paar Win­ter­stie­fel, eine mit Fleece oder ver­gleich­ba­ren Stoff gefüt­ter­te Win­ter­ho­se, einen Roll­kra­gen­pull­over und eine wind- und was­ser­dich­te bis zum Ober­schen­kel rei­chen­de Twin­ja­cke über­las­sen wer­den. Nach­dem er vor dem Arbeits­ge­richt mit sei­ner Kla­ge erfolg­los geblie­ben ist, ver­folgt er sein Ziel vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg wei­ter.

Nach Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg habe das Land Ber­lin sei­ne Wach­po­li­zis­ten im Objekt­schutz mit der zur Ver­fü­gung gestell­ten Klei­dung aus­rei­chend gegen die Ein­wir­kun­gen der Käl­te geschützt. Dabei sei auch zu berück­sich­ti­gen, dass sich der Klä­ger nach zwei Stun­den Dienst auf­wär­men kön­ne und wäh­rend des Diens­tes die Mög­lich­keit habe, sich in dem Pos­ten­häus­chen auf­zu­hal­ten bzw. vor dem Objekt (Brei­te 50 Meter) auf und ab zu gehen. Dass die vom Klä­ger gefor­der­te Aus­rüs­tung einen noch bes­se­ren Käl­te­schutz bewir­ke, sei uner­heb­lich.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 28. Febru­ar 2014 – 2 Sa 19/​14