Der Streit um eine All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und die Betei­lig­ten

Die Betei­li­gung an einem Beschluss­ver­fah­ren ist noch im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren von Amts wegen zu prü­fen. Per­so­nen und Stel­len, die bis dahin zu Unrecht nicht gehört wur­den, sind auch ohne Rüge zum Ver­fah­ren hin­zu­zu­zie­hen.

Der Streit um eine All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und die Betei­lig­ten

Dage­gen ist im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren grund­sätz­lich nicht von Amts wegen zu prü­fen, ob sämt­li­che in den Vor­in­stan­zen betei­lig­ten Per­so­nen, Ver­ei­ni­gun­gen und Stel­len zu Recht ange­hört wur­den 1.

Nach § 98 Abs. 3 Satz 3 ArbGG ist die Behör­de, die den Tarif­ver­trag für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt hat, hier das BMAS, an die­sem Beschluss­ver­fah­ren betei­ligt. Betei­ligt sind fer­ner die­je­ni­gen, die einen eige­nen Antrag gestellt haben, sowie die Tarif­ver­trags­par­tei­en, die den für all­ge­mein­ver­bind­lich erklär­ten Tarif­ver­trag abge­schlos­sen haben 2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 21. März 2018 – 10 ABR 62/​16

  1. vgl. dazu BAG 21.09.2016 – 10 ABR 33/​15, Rn. 77, BAGE 156, 213[]
  2. vgl. BAG 21.09.2016 – 10 ABR 33/​15, Rn. 78 ff., BAGE 156, 213[]