Der Streit um die Betriebs­ren­te – und die Spitzenbetragsklage

Macht eine Arbeit­neh­me­rin hat mit ihren Kla­ge­an­trä­gen nur die (strit­ti­gen) Dif­fe­renz­be­trä­ge gel­tend, han­delt es sich um eine sog. Spit­zen­be­trags­kla­ge, bei der der frei­wil­lig gezahl­te Sockel­be­trag nicht von der Rechts­kraft umfasst wird [1].

Der Streit um die Betriebs­ren­te – und die Spitzenbetragsklage

Wird ledig­lich die Titu­lie­rung des Spit­zen­be­trags ange­strebt, dann wird nur ein Teil des Ren­ten­an­spruchs begehrt, wäh­rend der Arbeit­neh­mer hin­sicht­lich des sog. Grund- oder Sockel­be­trags vor­aus­setzt, dass die­ser nicht nur der­zeit, son­dern auch künf­tig frei­wil­lig bezahlt wird. Einer gericht­li­chen Ent­schei­dung dar­über bedarf es daher nicht [2].

Dies gilt auch, soweit die Arbeit­neh­me­rin zum einen rück­stän­di­ge Dif­fe­renz­be­trä­ge und zum ande­ren einen Antrag nach § 258 ZPO auf Zah­lung der künf­ti­gen Dif­fe­renz­be­trä­ge gel­tend macht.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 21. Janu­ar 2020 – 3 AZR 565/​18

  1. vgl. BAG 8.03.2017 – 3 AZN 886/​16 (A), Rn. 7[]
  2. vgl. BGH 30.01.1985 – IVb ZR 67/​83, zu I 1 a der Grün­de, BGHZ 93, 330[]